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23.11.2015

22:52 Uhr

Börse New York

Energiewerte stützen US-Börsen

An der Wall Street dominiert die Vorsicht: Viele Anleger hielten sich am Montag zurück. Auf die Rekordfusion in der Pharmabranche zwischen Pfizer und Allergan reagierten die Börsianer mit Skepsis.

In der verkürzten Börsenwoche vor Thanksgiving am Donnerstag dürfte der Handel wahrscheinlich ruhig ausfallen. AFP

Die New York Stock Exchange

In der verkürzten Börsenwoche vor Thanksgiving am Donnerstag dürfte der Handel wahrscheinlich ruhig ausfallen.

New YorkAn der Wall Street hat zum Wochenbeginn die Vorsicht dominiert. Nach den zuletzt deutlichen Kursgewinnen hielten sich viele Anleger am Montag zurück. Ein wichtiges Thema in den Handelsräumen war die Rekordfusion in der Pharmabranche zwischen Pfizer und Allergan, auf die die Börse mit Skepsis reagierte. Eine Erholung bei den Ölpreisen stützte den Energiesektor. Wegen des Feiertags Thanksgiving am Donnerstag werde der Handel auch in den kommenden Tagen wahrscheinlich sehr ruhig ausfallen, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Brokers Janlyn Capital.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 17.792 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2086 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq sank 0,1 Prozent auf 5102 Stellen. In Frankfurt ging der Dax 0,3 Prozent schwächer aus der Sitzung mit 11.092 Punkten.

Investoren richteten ihr Augenmerk auf die größte Fusion in der Geschichte der Pharmaindustrie. Für rund 160 Milliarden Dollar will Branchengigant Pfizer den Botox-Hersteller Allergan kaufen. Beide Unternehmen machten das Vorhaben, über das schon seit Wochen spekuliert worden war, nun bekannt. Analysten äußerten sich skeptisch zu den Plänen. Ihrer Einschätzung zufolge handelt es sich um einen sehr komplexen Deal, der nur vergleichsweise geringe Synergieeffekte bringt und Bedenken der Kartellbehörden aufwerfen dürfte. Allergan-Aktien verloren 3,4 Prozent, Pfizer-Papiere 2,6 Prozent.

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Außerdem beschäftigte ein Übernahmevorhaben in der Geldautomatenindustrie die Börsianer. Der US-Konzern Diebold legt 1,8 Milliarden Dollar für den deutschen Hersteller Wincor-Nixdorf auf den Tisch. Der Diebold-Kurs brach 6,7 Prozent ein. Wincor-Nixdorf schlossen in Frankfurt 6,1 Prozent im Plus.

Energieaktien tendierten im Zuge anziehender Ölpreise im Schnitt 0,7 Prozent höher. Auslöser waren Äußerungen Saudi-Arabiens, wonach das Königreich zu Kooperationen mit anderen Förderländern bereit ist, um den Ölmarkt zu stabilisieren. Exxon legten 0,6 Prozent zu, Chevron 1,1 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 860 Millionen Aktien den Besitzer. 1581 Werte legten zu, 1466 gaben nach und 149 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Milliarden Aktien 1566 im Plus, 1236 im Minus und 152 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 3/32 auf 99-31/32. Die Rendite sank auf 2,2517 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 8/32 auf 99-28/32 und rentierte mit 3,007 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit einer starken Nachfrage bei der milliardenschweren Auktion für zweijährige Anleihen.

Von

rtr

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