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19.10.2016

22:46 Uhr

Börse New York

Energiewerte und Banken verhelfen US-Börsen zum Plus

Die gute Laune an den US-Börsen hält durch positive Geschäftsbilanzen weiterhin an. Viele Anleger warteten mit Spannung auf das dritte und letzte TV-Duell zwischen Clinton und Trump. Bei Intel sackte der Kurs ab.

Die Gewinne der 500 wichtigsten US-Unternehmen sind seit langer Zeit wieder gestiegen – das freut die Anleger. dpa

New York Stock Exchange

Die Gewinne der 500 wichtigsten US-Unternehmen sind seit langer Zeit wieder gestiegen – das freut die Anleger.

New YorkHöhere Öl-Preise und die Quartalszahlen der großen US-Banken haben die Börsen in New York am Mittwoch ins Plus gehoben. Allerdings wurde besonders bei der Nasdaq der Anstieg durch enttäuschende Intel-Zahlen begrenzt. Mit Spannung wurde auf das dritte und letzte TV-Duell zwischen den US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump nach Börsenschluss gewartet.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,2 Prozent auf 18.203 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte ebenfalls um 0,2 Prozent auf 2144 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 5246 Zähler. Der Dax schloss 0,1 Prozent fester bei 10.646 Punkten, der EuroStoxx50 gewann 0,3 Prozent auf 3056 Zähler.

Quartalszahlen: Intel enttäuscht Anleger trotz Umsatz- und Gewinnplus

Quartalszahlen

Intel enttäuscht Anleger trotz Umsatz- und Gewinnplus

Der Chip-Riese Intel hat Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich gesteigert - dennoch reagierten Anleger enttäuscht auf die Zahlen. Analysten hatten mit einem optimistischeren Geschäftsausblick gerechnet.

Auf die Stimmung drückte der Ausblick von Intel. Der weltgrößte Chiphersteller stellte für das laufende Quartal einen Umsatz von etwa 15,7 Milliarden Dollar in Aussicht - weniger als erwartet. Im abgelaufenen Quartal übertraf der US-Konzern allerdings die Prognosen. Intel-Titel rutschten im US-Geschäft um sechs Prozent ab und steuerten auf den größten Tagesverlust seit einem Dreivierteljahr zu.

Die Anteile von Cree knickten um rund elf Prozent ein. Der LED-Hersteller hatte die Anleger sowohl mit seinem Quartalsgewinn als auch mit seinem Umsatzausblick enttäuscht.

Der angeschlagene Internet-Pionier Yahoo hatte im vergangenen Quartal bessere Geschäfte gemacht als von Experten erwartet. Die Anteilscheine des vor der Übernahme durch den Telefonriesen Verizon stehenden Unternehmens gewannen rund 2,5 Prozent.

Halliburton kehrte dank Einsparungen in die Gewinnzone zurück. Die Aktien des Ölfeldausrüsters stiegen um 4,2 Prozent. Auch die im Dow notiertem Ölwerte legten zu: So gewannen Chevron und ExxonMobil jeweils knapp 0,5 Prozent.

Morgan Stanley überzeugte mit seiner Zwischenbilanz. Wie Erzrivale Goldman Sachs verbuchte die US-Investmentbank dank eines starken Anleihenhandels einen Gewinnsprung. Ihre Aktien legten um 1,1 Prozent zu.

Thema am Markt war das TV-Duell der Präsidentschaftskandidaten. „Sollte Trump unerwartet wieder Boden gutmachen, wäre dies Gift für die Aktienmärkte“, warnte Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets.

Der für die Republikaner antretende Milliardär gilt als unberechenbar und als Investorenschreck. Die ehemalige Außenministerin Clinton steht dagegen für Kontinuität. Allerdings schränkte Tracy Maeter von JP Morgan ein, derartige Auswirkungen an den Börsen seien nur kurzfristig. Wichtiger seien die Konjunktur und die Gewinne der Unternehmen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 798 Millionen Aktien den Besitzer. 2089 Werte legten zu, 870 gaben nach und 140 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,53 Milliarden Aktien 1661 Werte im Plus, 1092 im Minus und 259 unverändert.

Die US-Staatsanleihen zeigten sich kaum verändert. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 2/32 auf 97-27/32. Sie rentierten mit 1,74 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten um 6/32 auf 94-23/32 zu und hatten eine Rendite von 2,5 Prozent.

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