Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.10.2012

22:29 Uhr

Börse New York

Enttäuschende Quartalsberichte lasten auf US-Börsen

Enttäuschende Quartalsberichte haben die US-Börsen ins Minus gedrückt. Zudem wirkt die gestrige Panne von Google an der Wall Street nach. Die Wochenbilanz des Dow-Jones-Index dürfte dennoch positiv ausfallen.

Händler an der NYSE: Der von Pannen begleitete Quartalsbericht von Google wirkt an der Wall Street nach. (Foto:Richard Drew/AP/dapd) dapd

Händler an der NYSE: Der von Pannen begleitete Quartalsbericht von Google wirkt an der Wall Street nach.

(Foto:Richard Drew/AP/dapd)

New YorkEnttäuschende Bilanzen von Microsoft und General Electric haben den US-Börsen am Freitag heftige Verluste eingebrockt. Auch der von Pannen begleitete Quartalsbericht von Google wirkte an der Wall Street nach. Es werde dauern, bis Google das Vertrauen der Investoren wiederherstellen könne, sagte Marktbeobachter Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. Die schwachen Konzernbilanzen schürten bei den Investoren die Furcht vor den Folgen der globalen Konjunkturabkühlung. "Die Umsätze fallen immer wieder schwach aus - dieser Trend geht durch die Bank", erklärte Ken Polcari von ICAP Equities.

Crash von 1987: Die Mutter aller Börsenpannen

Crash von 1987

Die Mutter aller Börsenpannen

Vor fast genau 25 Jahren brach die Börse ein. Der 19. Oktober ging als Schwarzer Montag in die Geschichte ein. Gelernt hat Börsenwelt daraus nicht. Die Risiken sind nicht geringer geworden - nur schneller.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel am 25. Jahrestag des Crashs von 1987 um 1,5 Prozent auf 13.343 Punkte. Am "Schwarzen Montag" war der Dow-Jones-Index um mehr als 22 Prozent gefallen - der größte Tagesverlust seiner Geschichte. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 1,7 Prozent auf 1433 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab sogar 2,2 Prozent auf 3005 Punkte nach. In der Wochenbilanz legte der Dow-Jones-Index 0,1 Prozent zu und der S&P-500 gewann 0,3 Prozent, während die Nasdaq per Saldo 1,3 Prozent einbüßte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 7380 Punkten aus dem Handel.

Der Siemens -Rivale General Electric wies vor Börseneröffnung in New York für das dritte Quartal zwar eine Gewinnsteigerung von 8,3 Prozent aus, verfehlte beim Umsatz aber die Analystenerwartungen. Deshalb fielen die Aktien um mehr als drei Prozent.

Analysten-Empfehlungen: Auf diese Aktien setzen die Profis

Analysten-Empfehlungen

Auf diese Aktien setzen die Profis

Die Analysten sind risikofreudiger geworden: Das zeigen ihre Aktien-Empfehlungen. Mittlerweile sind auch wieder konjunkturabhängige Konzerne gefragt. Am besten schneiden jedoch die soliden Riesen ab. Ein Überblick.

Die Anteilsscheine von Google rutschten um zwei Prozent ab, nachdem sie am Donnerstag infolge des zu früh veröffentlichten Quartalsberichts acht Prozent verloren hatten. Der Überschuss des Internetriesen sank im dritten Quartal um 20 Prozent. Die Microsoft -Aktien standen auch am Freitag unter Druck und verloren drei Prozent. Der Technologiekonzern hatte am Donnerstag nach Börsenschluss einen größeren Gewinnrückgang als erwartet bekanntgegeben. Die Papiere von AMD sackten um 17 Prozent ab, nachdem der Chiphersteller angekündigt hatte, fast 2000 Stellen zu streichen.

McDonald`s -Aktien gaben 4,5 Prozent nach. Der Gewinn der weltgrößten Schnellrestaurant-Kette fiel im Quartal auf 1,46 von 1,51 Milliarden Dollar und damit deutlicher als erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 940 Millionen Aktien den Besitzer. 663 Werte legten zu, 2323 gaben nach und 97 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,22 Milliarden Aktien 472 im Plus, 1980 im Minus und 100 unverändert.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×