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04.02.2015

23:43 Uhr

Börse New York

Erneut sinkender Ölpreis belastet US-Handel

Der Ölpreis sinkt erneut und belastet damit den amerikanischen Aktienmarkt. Besonders Energiewerte leiden unter dieser Entwicklung. Auch die US-Arbeitsmarktdaten versprühen wenig Zuversicht. Der Dow bleibt unverändert.

Zerknirschte Händlergesichter in New York. Die US-Börsen kommen nicht vom Fleck. AFP

Wall Street

Zerknirschte Händlergesichter in New York. Die US-Börsen kommen nicht vom Fleck.

New YorkEin wieder sinkender Ölpreis hat am Mittwoch auf den US-Börsen gelastet. Zu den Verlierern zählten insbesondere Energiewerte, die im Schnitt 1,6 Prozent nachgaben.

Momentan sei für die Anleger der Ölpreis das beste Barometer für die Konjunkturentwicklung, sagte Anlagestratege Eric Kuby von North Star Investment Management. Der Preis für US-Rohöl lag 7,9 Prozent tiefer.

Außerdem drückte die Statistik des privaten Arbeitsvermittlers ADP auf die Stimmung. Demnach wurden in der US-Wirtschaft im Januar überraschend wenig Stellen geschaffen.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 17.673 Punkten praktisch unverändert. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.603 und 17.782 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2041 Zählern 0,4 Prozent tiefer aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent und schloss bei 4716 Punkten. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax 0,2 Prozent fester und erreichte mit 10.911 Punkten den dritten Schlussrekord in Folge.

Wie der Wall Street-Handel lief

Fallender Ölpreis dämpft Stimmung der Anleger

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Der Dow wurde insbesondere von Disney -Aktien gestützt, die 7,6 Prozent anzogen. Der Unterhaltungskonzern übertraf mit seinen Geschäftszuwächsen die Erwartungen.

Abwärts ging es dagegen mit den Titeln von Merck & Co, die 3,2 Prozent nachgaben. Der zweitgrößte US-Pharmakonzern sagte für das laufende Jahr ein Ergebnis unter den Markterwartungen voraus und begründete dies mit Belastungen durch den starken Dollar.

Zu den Verlierern zählten ferner Biotech-Titel, die im Schnitt 1,75 Prozent abgaben. Gilead Sciences zogen die Branche nach unten mit einem Minus von 8,1 Prozent. Die Firma bietet Krankenkassen nun höhere Preisnachlässe für ihre Hepatitis-C-Mittel.

Die Opel-Mutter General Motors verdiente im vergangenen Quartal trotz anhaltender Verluste in Europa deutlich mehr als von Analysten prognostiziert. Der GM-Kurs schoss 5,4 Prozent in die Höhe.

Auch Kabelnetzbetreiber und Telekomwerte verteuerten sich. Comcast etwa gewannen 2,7 Prozent. Auslöser waren Äußerungen von Chefaufseher Tom Wheeler. Er kündigte besonders starke Schutzmaßnahmen für ein offenes Internet an. Die Regeln der Behörde FCC sollten erstmals sowohl für Mobilfunk- als auch für Breitbandanbieter gelten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 899 Millionen Aktien den Besitzer. 1079 Werte legten zu, 1993 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Milliarden Aktien 1054 im Plus, 1677 im Minus und 124 unverändert.

Bei den Staatsanleihen stand im späten Handel Griechenland im Fokus. Die US-Bonds rückten wieder als sicherer Hafen in den Blick der Anleger, nachdem die EZB eine Sondergenehmigung für griechischen Staatsanleihen aufgehoben und damit für Unruhe gesorgt hatte. Die Athener Schuldtitel können nun nicht mehr als Sicherheit für Bankenkredite akzeptiert werden. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 8/32 auf 104-13/32. Sie rentierten mit 1,75 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 19/32 auf 113-30/32 und hatten eine Rendite von 2,35 Prozent.

Von

rtr

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