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07.06.2012

00:10 Uhr

Börse New York

Europa-Hoffnungen verschaffen Wall Street ein Plus

Europa ist in jedermanns Munde. Auch die Anleger in Amerika schauen auf die Entwicklungen im alten Kontinent und treffen daraufhin ihre Anlageentscheidungen. Der Wall Street verschaffte das am Mittwoch ein sauberes Plus.

US-Händler an der Wall Street. dapd

US-Händler an der Wall Street.

New YorkHoffnungen auf eine schnelle Lösung der Bankenkrise in Spanien haben den US-Börsen Dow Jones und S&P den höchsten Tagesgewinn seit Mitte Dezember beschert. Zudem trieb die Erwartung die Kurse, große Zentralbanken wie die Fed in den USA könnten weitere Schritte zur Stützung der schwächelnden Weltwirtschaft ergreifen. Vor allem Bankenwerte legten zu. Wasser in den Wein goss allerdings die Europäische Zentralbank, die trotz enormen politischen Drucks die Zinsen am Mittwoch nicht weiter senkte.

Alle drei Indizes schlossen auf ihrem Tageshoch. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 2,4 Prozent auf 12.414 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 schloss 2,3 Prozent fester mit 1315 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,4 Prozent auf 2844 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 2,1 Prozent im Plus mit 6093 Punkten.

Die Anleger setzten darauf, dass in Europa mit Hochdruck an einer Rettung der spanischen Banken gearbeitet wird und es damit in der Euro-Schuldenkrise eine Baustelle weniger geben könnte. Dabei wird Kreisen zufolge nach Wegen gesucht, Spanien bei einer Hilfsanfrage nicht als Schuldensünder zu brandmarken. Spaniens Regierung stemmt sich vor allem gegen weitreichende Spar-Auflagen, die mit einem umfassenden Hilfsprogramm verbunden wären.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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Die Hoffnung auf Hilfe für die Weltwirtschaft durch Zentralbanken wurde genährt durch Äußerungen des Fed-Präsidenten von Atlanta, Dennis Lockhart. Der sagte am Mittwoch, die US-Notenbank könnte weitere Schritte zur Lockerung der Geldpolitik in Betracht ziehen, falls sich die Wirtschaftslage in den USA verschlechtere oder die Euro-Schuldenkrise zu heftigeren Turbulenzen an den Finanzmärkten führe. EZB-Chef Mario Draghi deutete indes an, dass sich seine Notenbank mit weiteren Hilfen zunächst zurückhalten wollte.

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Der Markt schiele derzeit auf Zentralbanken wie Hunde auf ein Stück Fleisch, sagte Marktstratege Peter Boockvar von Miller Tabak + Co. „Draghi hat aber nicht die gewünschte Sorte Fleisch geliefert.“ Der Druck von Politik und Finanzmärkten auf die EZB sei offensichtlich noch nicht groß genug. Investoren warteten nun auf Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke vor einem Ausschuss des Kongresses am Donnerstag.

Kommentare (7)

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EuroUndESMistNeuesVersailles

07.06.2012, 00:45 Uhr

Habe ich gelesen und finde ich stimmt:

'Deutschland wird geplündert für die sogenannte "Euro-Rettung". Von der ca. 1 Billion, die uneinbringbar sein wird und für die Deutschland insgesamt "haftet", ist kein Cent bei den arbeitslosen Jugendlichen in Spanien oder Griechenland angekommen, keine Universität wurde neu gebaut, keine Zukunftsinvestition wird getätigt. Das gesamte Geld fliesst in den Rachen der reichen Steuerhinterzieher in den Südstaaten, die dafür mit unserem Geld, das sie nie zurückzahlen werden, unseren Besitz aufkaufen (Wohnungen in Berlin usw.).
Die Deutschen sind so blöd, dass es weh tut. Die Regierung in Berlin, die den seit dem zweiten Weltkrieg wieder erarbeiteten Reichtum an Verbrecher verschenkt, ist unser Staatsfeind Nr. 1, gefolgt von der unfähigen "Opposition". Aber die durch die Volksfrontpropaganda verblödeten Wähler werden diese Veruntreuer weiter wählen. Wenn das böse Erwachen kommt, werden sie nicht einmal verstehen, wie sie beraubt wurden. Aber ihre Miete dürfen sie dann an "ehrenwerte Leute" aus den Pleitestaaten überweisen.
Was für ein Irrsinn. Herr Schäuble mit seiner Euro-Ersatzreligion soll doch zum Teufel gehen. Man sollte ihm seine Pension in Griechenanleihen zum Nominalwert auszahlen. Vielleicht begreift er dann endlich mal, was läuft.'

DMjetzt

07.06.2012, 00:49 Uhr

Viele Politiker haben es immer noch nicht begriffen: der Zug fährt gegen die Wand, Deutschland wird von den anderen heruntergezogen und wird selbst ertrinken, wenn es auf der Euroschiene so weitermacht. Deutschland muss sich also erst einmal freischwimmen, und das heisst, eine eigene Deutsche Währung.

Das Gegenargument der Aufwertung muss man auch ein wenig differenzierter betrachten:

1. Deutschland hatte auch zu DM Zeiten Handelsüberschüsse, nicht -defizite.

2. Eine DM Aufwertung hatten wir ständig seit der DM Einführung und hat Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstieg nach dem Krieg doch nicht aufgehalten, sondern ganz in Gegenteil das Deutsche und in der ganzen Welt bewunderte Wirtschaftswunder erst hervorgebracht!

3. 40% der Exportprodukte kommen selbst aus Importprodukten und werden also billiger durch eine Aufwertung der DM.

4. Führt eine Aufwertung der DM zu mehr Kaufkraft der Deutschen Bevolkerung, das heisst, der deutsche Arbeitnehmer kriegt wieder etwas für sein Geld statt ständig zu verlieren, wie unter dem Euro! Das ist die sogenannte Sozialdividende. Deshalb ist ja auch der Lebensstandart in starken Wahrungsländern wie der Schweiz und in der Bundesrepublik zu DM Zeiten so hoch gewesen!

5. Eine stärkere DM führt zu mehr Innenkaufkraft und damit mehr Importen, was anderen Ländern zugute kommt und deren Wirtschaftleistung fördert und hilft, von Transferleistungen unabhängig zu werden.

6. Die Abwertungen, zB der Drachme und der Lira, führen zu deren Wettbewerbsstärkung und damit der Möglichkeit, nicht auf Pump anderer, sondern eigenständig zu wachsen.

7. Summa summarum werden Europa und die Welt nicht stärker, wenn die letzten noch funktionierenden Wirtschaften auch noch kurzsichtig kaputtgemacht werden.

Deswegen brauchen wir auf jeden Fall in Deutschland und in Europa unsere eigenen Länderwährungen, um dadurch wirtschaftlich wieder in Fahrt zu kommen und unsere politische Freiheit zu retten.

DeutscherEuroAustrittKommt

07.06.2012, 00:50 Uhr

Wenn Griechenland statt Deutschland aus dem Euro geht, rast der Zug weiter auf die Wand zu und wird der Schrecken am Ende nur noch größer für Deutschland.

Nur Deutschlands Austritt aus dem Euro jetzt und die neue DM geben Deutschland Schutz vor weiteren wahnwitzigen Geldforderungen, dem Resteuro die nötige Abwertung, um wirtschaftlich wieder wettbewerbsfähig zu werden und die finanzielle Notwendigkeit, die Ausgabenpolitik realistisch an das Maß anzugleichen, daß man sich wirklich volkswirtschaftlich leisten darf.

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