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24.11.2011

00:12 Uhr

Börse New York

Europa und China stürzen Wall Street ins Minus

Die Euro-Schuldenkrise und schwache Konjunkturdaten aus China haben die US-Börsen am Mittwoch erneut belastet. Zudem gerieten die Papiere von US-Banken unter Druck. Alle wichtigen Indizes schreiben herbe Verluste.

Auch für die Händler an den US-Börsen gibt es keinen Anlass zur Freude. AFP

Auch für die Händler an den US-Börsen gibt es keinen Anlass zur Freude.

New YorkDie Euro-Schuldenkrise hat die US-Börsen am Mittwoch erneut belastet. Auch unerwartet schlechte Arbeitsmarkt-Daten aus den USA und schwache Konjunkturzahlen aus China drückten die Stimmung. Die Wall Street verzeichnete damit den sechsten Handelstag in Folge Verluste. In Europa verloren die Investoren auch den Appetit auf deutsche Staatsanleihen. Sechs Milliarden Euro wollte der Bund bei der Versteigerung zehnjähriger Papiere einsammeln, die Anleger boten aber nicht einmal 3,9 Milliarden Euro. Analysten sprachen von einem Desaster.

„Europa bestimmt wieder die Richtung“, sagte Ken Polcari von ICAP Equities in New York. „Die Märkte sind erschöpft und haben von der mangelnden politischen Führungsstärke auf beiden Seiten des Atlantiks die Nase voll. Es spielt sich ein Drama ab und niemanden scheint es zu kümmern.“

Der New Yorker Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Kursverlusten geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 2,1 Prozent auf 11.257 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index verringerte sich um 2,2 Prozent auf 1161 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,4 Prozent auf 2460 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 1,4 Prozent mit 5457 Punkten aus dem Handel.

„Aus der ganzen Welt kommen schwache Daten rein und es gibt viele schlechte Nachrichten“, sagte Uri Landesman von Platinum Partners in New York. „Wenn die Konjunkturabkühlung in China zu einem anhaltenden Problem werden sollte, werden vor allem Verbrauchsgüter schlecht abschneiden.“

Die Neuanträge auf US-Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche leicht an. Mit 391.000 lag die Zahl etwas höher als in der Vorwoche und auch über den Erwartungen der Analysten.

In der chinesischen Industrie schrumpften die Geschäfte so stark wie seit März 2009 nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC fiel auf 48 Punkte und damit unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Bereits im September war der Bereich knapp unter diese Marke gefallen, bevor er sich im Oktober wieder berappelte. Die Daten verstärkten die Furcht vor einer deutlichen Eintrübung der Weltkonjunktur, die China mit zweistelligen Wachstumsraten seit Jahren angeschoben hat.

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Kommentare (5)

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karstenberwanger

23.11.2011, 22:57 Uhr

Na und? Wen interessiert der Dow?? Die USA sind überpleite, es ist doch im Prinzip völlig egal was in China oder Europa ist. Mehr pleite wie die USA kann man fast gar nicht sein.

mari

23.11.2011, 23:00 Uhr

Die Wahrheit ist, dass die Lage in USA katastrophal ist. Wäre die USA nicht in der Sche...se würd sich keiner um Europa oder China überhaupt Gedanken machen.

Was mit den dt. Anleihen passiert und generell mit den euop. Anleihen ist doch nur ein Boykott aus USA, Asien und GB. Man will doch nur die eigenen Probleme unter den Teppisch kehren. Dort steht man am Abgrund, nicht in Europa. Es geht denen doch nur darum, Druck aufzubauen, damit Europa noch mehr Schulden macht (da is a noch Luft drin) insbesondere DE wird von aussen immer geradezu aufdringlichst dazu gedrängt, den Geldhahn aufzudrehen. Man will jetzt weiter Druck aufbauen.

Aber je länger die Krise dauert umso schwächer werden diese Druckaufbauer; das muss man jetzt einfach aussitzen.

Account gelöscht!

23.11.2011, 23:14 Uhr

Immer mit dem Finger auf andere? Schuld sind Europa und China!? Die Wall-Street-Strategen sollten sich mal in ihrem eigenen Land umschauen...vor ihrer eigenen Türe kehren. Der US-Haushalt ist die ulimative Katastrophe! Von YES WE CAN ist Nichts mehr übrig geblieben, außer sein Heil im Außen zu suchen und den Rest der Welt in mit in den eigenen Abgrund zu ziehen.

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