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01.06.2016

23:26 Uhr

Börse New York

Fallende Ölpreise vermiesen Anlegern die Laune

Die Anleger in den USA halten sich zum Monatsbeginn mit Käufen zurück. Grund sind schwache Konjunkturdaten Chinas und fallende Ölpreise. Im Aufwind waren die Anteilsscheine des Handtaschen-Produzenten Michael Kors.

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New YorkFallende Ölpreise haben am Mittwoch die New Yorker Börsen belastet. Auch schwache Konjunkturdaten aus China hielten viele Anleger von Aktienkäufen ab. In der Volksrepublik stieg der offizielle Einkaufsmanagerindex nur minimal. In einer anderen Untersuchung fiel der Index sogar den 15. Monat in Folge. "Diese Daten sind für viele ein Barometer für Konjunktur und Wachstum", sagte der Chef des Investmenthauses Janlyn Capital, Andre Bakhos. "Jeder Schluckauf in China bremst."

Für Verunsicherung sorgte weiter die US-Geldpolitik. Die meisten Anleger rechnen damit, dass die Notenbank (Fed) erst nach dem Brexit-Referendum in Großbritannien am 23. Juni an der Zinsschraube drehen wird. Unterstützung erhielt die Wall Street dagegen von überraschend starken Daten aus der US-Industrie. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für Mai legte um 0,5 Zähler auf 51,3 Punkte zu. Der Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed) spielte hingegen keine Rolle an den Märkten. Die Zentralbank registriert darin zunehmenden Inflationsdruck und ein moderates Wirtschaftswachstum.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss unverändert mit knapp 17.790 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte um 0,1 Prozent auf 2099 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 4952 Zähler.

Bei den Einzelwerten verloren Salesforce.com 0,3 Prozent. Der SAP -Rivale will für 2,8 Milliarden Dollar den Software-Spezialisten Demandware übernehmen, dessen Papiere um 56 Prozent nach oben schossen.

Im Aufwind waren auch die Anteilsscheine des Handtaschen-Produzenten Michael Kors, der mit einem Umsatzsprung im abgelaufenen Quartal überraschte. Die Aktie stieg um mehr als sechs Prozent.

Ins Minus drehten die Aktien des Chip-Herstellers AMD. Sie verbilligten sich nach anfänglichen Kursgewinnen um drei Prozent, obwohl das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte schwarze Zahlen im operativen Geschäft erwartet. Papiere von Nike fielen nach einem kritischen Analystenkommentar von Morgan Stanley um 0,5 Prozent.

Im Blick standen ferner die beiden Autobauer General Motors (GM) und Ford, die wegen nachteiliger Kalendereffekte erwartungsgemäß deutliche Verkaufsrückgänge im Mai bekanntgaben. GM- und Ford-Anteilsscheine ließen jeweils rund drei Prozent Federn.

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Die Aussicht eines Meinungsumschwungs in Großbritannien zugunsten der Brexit-Befürworter belastete die Stimmung der Anleger in Europa. Der Dax verlor 0,6 Prozent auf 10.204 Punkte, der EuroStoxx50 fiel um 0,8 Prozent auf knapp 3039 Zähler. Bei einem Votum für den Austritt Großbritanniens aus der EU erwarten Experten ein weltweites Börsenbeben. "Daher gehen einige heute auf Nummer sicher und nehmen die Gewinne vom Mai mit", sagte ein Händler. Der Dax hatte im vorigen Monat zwei Prozent zugelegt.

An der New Yorker Börse wechselten rund 910 Millionen Aktien den Besitzer. 1985 Werte legten zu, 1012 gaben nach und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 1763 im Plus, 1063 im Minus und 158 unverändert.

Die US-Kreditmärkte bewegten sich kaum. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 97-31/32. Die Rendite stieg auf 1,8476 Prozent. Der 30-jährige Bond legte dagegen moderat um 1/32 auf 97-11/32 zu und rentierte mit 2,6279 Prozent.

Von

rtr

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