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30.12.2015

23:41 Uhr

Börse New York

Fallender Ölpreis drückt Wall Street-Werte

Der milde Winter lässt die Ölpreise weiter purzeln. Das brockt den US-Börsen ein leichtes Minus ein. Bei den Einzelwerten stehen die US-Werkstattkette Pep Boys und Apple im Fokus.

Wie der Wall Street-Handel lief

Gebremster Jahresendspurt in den USA

Wie der Wall Street-Handel lief: Gebremster Jahresendspurt in den USA

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New YorkEin erneuter Ölpreis-Rückgang hat die US-Aktienbörsen am vorletzten Handelstag des Jahres belastet und zu schwächeren Schlusskursen geführt. Der Dow Jones Industrial endete am Mittwoch 0,66 Prozent tiefer bei 17 603,87 Punkten, nachdem er am Vortag noch um 1,10 Prozent zugelegt hatte. „Der Handel ist so dünn, dass in diesem illiquiden Marktumfeld alles passieren kann“, warnte ein Experte.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es am Mittwoch um 0,72 Prozent auf 2063,36 Punkte nach unten. Der technologielastige Index Nasdaq 100 verlor 0,83 Prozent auf 4652,01 Punkte.

Für das turbulente Börsenjahr 2016 zeichnet sich für den Dow Jones damit ein Minus von 1,2 Prozent ab. Damit steht er deutlich schlechter da als der Nasdaq-Index, der auf Jahressicht ein Plus von knapp 10 Prozent verzeichnen dürfte. Beim S&P 500 läuft es auf einen mageren Gewinn von 0,2 Prozent hinaus.

Am Mittwoch setzten sich am Ölmarkt die deutlichen Kursschwankungen der vergangenen Handelstage fort. Nach den Gewinnen vom Vortag fielen die Preise wieder. Dies habe Befürchtungen einer sich ausbreitenden Krise in den Schwellenländern hervorgerufen, sagte ein Börsianer. So standen erneut die Anteilsscheine der Ölkonzerne und -dienstleister unter Druck.

Die Papiere von Chevron fielen im Sog des Ölpreis-Rückgangs um 1,27 Prozent. Sie sind im bisherigen Jahresverlauf mit einem Minus von rund 19 Prozent viertschwächster Dow-Wert. ExxonMobil sanken um 1,33 Prozent und ConocoPhillips um 2,45 Prozent.

Die Aktien von Pep Boys gaben um 2,90 Prozent nach. Der kurz vor Jahresende aufgeflammte Bieterkampf um die Autowerkstattkette fand ein schnelles Ende: Der japanische Reifenhersteller Bridgestone zieht sich zurück und toppt nicht das Gebot von Investor Carl Icahn. Dieser will Pep Boys nun für mehr als 1 Milliarde US-Dollar schlucken.

Die Papiere von Fairchild Semiconductor gewannen 3,70 Prozent. Eine Gruppe chinesischer Finanzinvestoren habe dem Halbleiterkonzern neue Rahmenbedingungen zu einem Übernahmeangebot zugesandt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Zuvor hatte sich Fairchild jedoch bereits auf eine Übernahme durch On Semiconductor geeinigt. Dessen Titel verloren 1,58 Prozent.

Der Eurokurs bewegte sich kaum und legte nur marginal zu. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,0932 US-Dollar gehandelt. Richtungweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 3/32 auf 99 19/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,29 Prozent.

Nach einem turbulenten Börsenjahr ließen die europäischen Aktienanleger am Mittwoch Vorsicht walten. Der Dax beendete den letzten Handelstag 2015 mit einem Abschlag von 1,1 Prozent auf 10.743 Zähler, der EuroStoxx50 gab bis zum Abend um 0,6 Prozent nach. Auf Jahressicht kommen die beiden Indizes auf ein Plus von knapp zehn und fünf Prozent. Das ist der vierte Jahresgewinn in Folge und damit die längste Serie seit einem knappen Jahrzehnt. Nach Einschätzung der Analysten von M.M. Warburg dürften sich die Aktienbörsen auch im neuen Jahr weiter nach oben arbeiten. Sie warnten aber gleichzeitig: „Die Bäume werden nicht in den Himmel wachsen und die Märkte volatil bleiben.“

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