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14.01.2015

23:41 Uhr

Börse New York

Fallender Ölpreis lässt Wall Street weiter taumeln

Die gesenkte Wachstumsprognose der Weltbank sowie der fallende Ölpreis sorgten am amerikanischen Aktienmarkt für schlechte Stimmung. Die Blackberry-Aktie steigt nach Übernahmespekulationen aber rasant.

Der Verfall der Rohstoffpreise macht den Händlern in New York wie überall auf der Welt zu schaffen. Auch die US-Konjunkturdaten enttäuschten. dpa

Der Verfall der Rohstoffpreise macht den Händlern in New York wie überall auf der Welt zu schaffen. Auch die US-Konjunkturdaten enttäuschten.

New YorkDer Verfall der Rohstoffpreise und ein wachsender Konjunkturpessimismus haben die Kurse an den New Yorker Börsen am Mittwoch gedrückt. Für Enttäuschung sorgte auch der Geschäftsbericht von JP Morgan. Händlern zufolge löste die Weltbank mit einer Senkung ihrer Wachstumsprognosen für 2015 am Rohstoffmarkt eine Flucht aus den Industriemetallen aus. Die Experten gehen für 2015 nur noch von einem Zuwachs von drei statt wie bisher 3,4 Prozent aus. Dies drückte den Preis für das am Bau benötigte Kupfer um bis zu 8,7 Prozent auf 5353,25 Dollar je Tonne. Das war der niedrigste Stand seit Juli 2009. Seinerzeit ächzten die Märkte noch unter den Folgen der Finanzkrise von 2007/2008.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,1 Prozent tiefer auf 17.427 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 0,6 Prozent schwächer bei 2011 Zählern. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq sank 0,5 Prozent auf 4639 Punkte.

Belastet wurde der Markt auch von enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA: Für die Einzelhändler lief das wichtige Weihnachtsgeschäft schlechter als erwartet. Ihr Umsatz fiel im Dezember um 0,9 Prozent zum Vormonat - von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet.

Auch die Ölpreise notieren bereits auf dem Krisen-Niveau von 2009. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um bis zu 2,2 Prozent auf 45,59 Dollar je Barrel (159 Liter). "Alle sind hochgradig nervös, weil keiner weiß, wo es mit der Konjunktur hingeht", sagte ein Aktienhändler.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Unter Druck gerieten die Finanzwerte. Zum einen fürchteten Anleger Folgen für die Institute im Sog der Turbulenzen an den Rohstoffmärkten. Zum anderen belastete die Enttäuschung über JP Morgan. Das Institut hatte wegen einer milliardenschweren Strafe für Devisenmarktmanipulationen einen unerwartet hohen Gewinnrückgang ausgewiesen. Die Aktien fielen um 3,5 Prozent. Auch Wells Fargo konnte die Anleger nicht überzeugen, was die Titel um 1,2 Prozent ins Minus drückte.

Kommentare (1)

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Herr Peter Noack

15.01.2015, 08:04 Uhr

"Fallender Ölpreis lässt Wall Street weiter taumeln"
Dass kann überhaupt nicht sein! Der fallende Ölpreis schadet nur Russland, Venezuela, Iran und anderen Schurkenstaaten, basta!

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