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15.07.2015

23:24 Uhr

Börse New York

Fed-Chefin lässt Anleger kalt

Weltweit warteten die Anleger auf Aussagen von Fed-Chefin Yellen zum Kurs der Notenbank – die beeindruckten dann aber niemanden. Entsprechend schlossen die US-Indizes kaum verändert. Im Fokus: die Biotech-Branche.

Die jetzt verkündete Strategie der US-Notenbank überraschte kaum jemanden. ap

Börse New York

Die jetzt verkündete Strategie der US-Notenbank überraschte kaum jemanden.

New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch kaum verändert notiert. Notenbankchefin Janet Yellen sorgte für keine Überraschungen beim Thema Zinserhöhung: Sie stellte bei der halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress in Aussicht, dass es noch 2015 zu einem ersten Zinsschritt kommen könnte. Zudem hielten sich Investoren im Vorfeld der Entscheidung des griechischen Parlaments über den mit der Euro-Zone vereinbarten Schuldenkompromiss zurück.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit minus 0,02 Prozent auf 18.050 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,07 Prozent auf 2107 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit minus 0,12 Prozent bei 5098 Stellen aus dem Handel. In Frankfurt ging der Dax bei 11.539 Punkten rund 0,2 Prozent fester aus dem Handel, der EuroStoxx50 gewann 0,5 Prozent auf 3626 Zähler.

"Von Yellen gab es keine großen Überraschungen, aber die Erwartungen für eine Zinsanhebung, wahrscheinlich im September, haben sich verdichtet", sagte Omer Esiner, Marktstratege beim Broker Commonwealth Foreign Exchange. In den vergangenen Wochen hatten die Griechenland-Krise und die Kursturbulenzen in China Spekulationen auf eine Verschiebung der Zinswende geschürt. Yellen hatte gesagt, die Krisen im Ausland dürften die größte Volkswirtschaft nicht aus der Bahn werfen.

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Zudem standen weitere Nachrichten aus der Berichtssaison im Blick der Anleger, sowie einige Konjunkturdaten. Hinzu kam weiter grassierendes Übernahmefieber in den USA.

Schwache Werte aus der sogenannten „Old Economy“ drückten den Dow-Jones-Index schließlich ins Minus: Tagesverlierer war die Aktie des Ölkonzerns Chevron mit einem Minus von 1,37 Prozent auf 94,24 US-Dollar. Händler verwiesen auf die Rohölpreise, die wieder auf dem Rückzug waren.

Technologietitel trotzten dagegen dem etwas schwächelnden Markt. Bester Wert im Dow war die Apple-Aktie mit einem Plus von 0,96 Prozent auf 126,82 Dollar. Der iPhone-Bauer stellte neue Modelle vor, wie einen iPod Touch.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

15.07.2015, 18:33 Uhr

Nein, das bedeutet, daß die Investoren wie die Anleger sich daran gewöhnt haben, daß diese auch nach Yellen unnormalen und verzerrten Verhältnisse als normal angesehen werden.

Das Problem ist die lange Dauer, die ungewohnten Maßnahmen und die Inkaufnahme rechtswidriger Geldvorteile infolge dieser Fed-Politik.

Bis in die Ökonomien der BRICS ging der böse Einfluß. Und wütete dort jahrelang.
Per $-Carrytrade - gehebelt und fast kostenlos - gingen Billionen US Dolores in die Welt und schöpften Überrenditen ab zu Lasten der örtlichen Wirtschaft, die zwar anfangs aufblühte, dann aber seit 5/13 mit Tapering-Ansage absackte.

Eine Normalisierung wird Folgen haben, die gegenwärtig niemand sehen will - vielleicht auch nicht kann.

Herr walter rehm

16.07.2015, 08:33 Uhr

Nein, das bedeutet, das Sie abends anscheinend leider nichts besseres zu tun haben als Kommentare zu schreiben

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