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15.06.2016

22:55 Uhr

Börse New York

Fed-Entscheid zieht Wall Street ins Minus

Zum Handelsstart hatten sich die Börsen zunächst leicht erholt, doch der Entscheid der Fed, den Leitzins vorerst nicht anzuheben, belastete später die Märkte. Ein Bankinstitut konnte sich gegen den Trend behaupten.

Die Fed und die Abstimmung über den Brexit macht Händlern in New York zu schaffen. AFP; Files; Francois Guillot

Zum Haare raufen

Die Fed und die Abstimmung über den Brexit macht Händlern in New York zu schaffen.

New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch den fünften Handelstag in Folge mit Verlusten geschlossen. Zunächst waren der Wall Street Gewinne aus dem frühen Handel auch nach dem Zinsentscheid der Notenbank Federal Reserve erhalten geblieben. Doch gegen Handelsende drehten die Indizes ins Minus.

Die Fed verschob die nächste Zinserhöhung auf die Zeit nach dem in der Finanzwelt mit Bangen erwarteten Votum der Briten über einen EU-Ausstieg, der auch die US-Wirtschaft treffen könnte. Aber die Währungshüter signalisierten zugleich, dass sie 2016 zwei Zinsschritte nach oben wagen wollen - den ersten womöglich bereits im Sommer.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 17.640 Punkten rund 0,2 Prozent tiefer. Im Verlauf war er zwischen 17.762 und 17.629 Punkten gependelt. Auch für den breiter gefassten S&P-500 und den Index der Technologiebörse Nasdaq ging es 0,2 Prozent abwärts. Der S&P stand zum Schluss auf 2071, das Nasdaq-Barometer auf 4834 Zählern.

In Frankfurt hatte der Dax dagegen 0,9 Prozent auf 9606 Punkte zugelegt. Hier gab es die ersten Kursgewinne nach mehreren Tagen mit Verlusten. Vor allem die Furcht vor den Folgen eines möglichen Brexit, der auch die US-Anleger nervös macht, hatte den Dax um insgesamt 7,5 Prozent gedrückt.+

Gegen den Abwärtstrend in New York stiegen die Papiere der Bank of America um 0,6 Prozent. Der „Financial Times“ zufolge plant das Institut den Abbau von 8000 Stellen.

Twitter-Aktien legten rund vier Prozent zu. Der Kurznachrichtendienst hat sich an dem in Berlin ansässigen Musik-Dienst SoundCloud beteiligt. Schon am Dienstag war der Kurs gestiegen, nachdem Goldman Sachs erklärt hatte, Twitter könnte selbst auf dem Kaufzettel anderer Firmen stehen.

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Angesichts der vielen Unsicherheitsfaktoren tönt es allerorten vom Börsenparkett: abwarten und absichern. Davon will der Chefstratege von JP Morgan nichts mehr hören - und hat seine ganz eigene Anlagestrategie entwickelt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 903 Millionen Aktien den Besitzer. 1833 Werte legten zu, 1189 gaben nach und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 1535 Titel im Plus, 1271 im Minus und 171 unverändert.

Anleger an den Kreditmärkten interpretierten das Stillhalten der Fed als Signal dafür, dass die Zentralbank ihre Geldpolitik auch auf längere Sicht nur behutsam strafft. Die zehnjährigen Staatsanleihen stiegen um 10/32 auf 100-14/32. Sie rentierten mit 1,58 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 09/32 auf 101-28/32 und hatten eine Rendite von 2,41 Prozent.

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rtr

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