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10.07.2013

22:51 Uhr

Börse New York

Fed-Protokolle lassen die Wall Street kalt

Schwache Zahlen aus China haben die Aktienmärkte am Mittwoch gebremst. Dow Jones und S&P kamen kaum von der Stelle. Auf die mit Spannung erwarteten Fed-Protokolle reagierten die Anleger kaum.

US-Händler an der New Yorker Börse: Die Fed liegt wieder einmal im Fokus der Anleger. AFP

US-Händler an der New Yorker Börse: Die Fed liegt wieder einmal im Fokus der Anleger.

New YorkNach vier Tagen mit Zuwächsen haben die US-Standardwerte am Mittwoch wenig verändert geschlossen. Ernüchternde Konjunkturdaten aus China hatten die Stimmung im frühen Handel belastet.

Später zeigten dann Protokolle der US-Notenbank, dass die Fed möglicherweise doch etwas länger mit dem Beginn des Ausstiegs aus dem Anleihe-Aufkaufprogramm warten könnte als zuletzt gedacht. Die Kursausschläge an den Börsen blieben nach der Veröffentlichung des Fed-Protokolls aber gering.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer mit 15.291 Punkten. Im Verlauf war er in der engen Spanne zwischen 15.258 und 15.348 Punkten gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 schloss unverändert zum Vortag mit 1652 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte hingegen 0,5 Prozent zu auf 3520 Stellen. In Frankfurt ging der Dax nach einer zweitägigen Rally 0,1 Prozent niedriger mit 8049 Zählern aus dem Handel.

Aus dem Protokoll der letzten Zinssitzung der Fed von Mitte Juni, das am Mittwoch im Handelsverlauf veröffentlicht wurde, ging hervor, dass für die Fed mehr Arbeitsplätze unabdingbar sind, bevor sie ihren geldpolitischen Kurs straffen will. Derzeit kauft die Notenbank pro Monat für 85 Milliarden Dollar Staats- und Immobilienpapiere und schafft auf diese Weise frisches Geld, das die Konjunktur ankurbeln soll. Fed-Chef Ben Bernanke hatte Mitte Juni einen Fahrplan zum allmählichen Ende der Anleihen-Käufe vorgelegt.

Im frühen Handel hatten schlechte Exportdaten aus China die Stimmung in New York gedrückt. Erstmals seit anderthalb Jahren verzeichnete China im Juni einen Rückgang der Ausfuhren.

Bei den US-Einzelwerten kletterten die Aktien des Billigkaufhauses Family Dollar Tree nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen um 7,1 Prozent. Der Aktienkurs von Apple verlor dagegen 0,4 Prozent, nachdem das Bundesbezirksgericht in Manhattan den Konzern wegen Preisabsprachen bei elektronischen Büchern schuldig gesprochen hatte. Die Höhe der Strafzahlung soll in einem getrennten Verfahren geklärt werden. Apple will das Urteil anfechten.

Um 6,3 Prozent abwärts ging es mit Papieren von Nabors Industries, der Ölbohr-Spezialist war damit der größte Verlierer im S&P 500. Nabors hatte eine Gewinnwarnung veröffentlicht.

Wie der Wall Street-Handel lief

Video: Wie der Wall Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,67 Milliarden Aktien den Besitzer. 1579 Werte legten zu, 1381 gaben nach und 126 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Milliarden Aktien 1427 im Plus, 1025 im Minus und 116 unverändert.

Von

rtr

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