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18.03.2011

21:48 Uhr

Börse New York

Für US-Börsen steht der Sieger in Libyen fest

Neue Hoffnungen auf eine Entspannung im Libyen-Konflikt gibt den US-Börsen Schwung. Der Dow Jones legt deutlich im Plus. Nur die Aktie von Nike muss Federn lassen - trotz deutlicher Zuwächse bei Umsatz und Gewinn.

Händler in New York: Nach verlustreichen Tagen hoffen die Anleger auf einen versöhnlichen Wochenschluss. Quelle: dpa

Händler in New York: Nach verlustreichen Tagen hoffen die Anleger auf einen versöhnlichen Wochenschluss.

New YorkDie Hoffung auf ein Ende der Kämpfe im Ölförderland Libyen hat die US-Börsen am Freitag gestützt. Die Ankündigung einer sofortigen Waffenruhe und eines Stopps aller Militäraktionen nahm zudem auch Spannung aus den Öl-Märkten, wo die Preise für den Rohstoff leicht sanken. Auch die internationale Intervention auf dem Devisenmarkt zugunsten Japans stützte den Handel. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum Schluss 0,7 Prozent auf 11 858 Punkte. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 11 777 und 11 927 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 0,4 Prozent auf 1279 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,3 Prozent auf 2643 Stellen zu. Im Wochenvergleich gab der Dow 1,5 Prozent, der S&P um 1,9 Prozent und der Nasdaq um 2,6 Prozent nach. In Frankfurt ging der Deutsche Aktienindex (Dax) 0,1 Prozent höher auf 6664 Punkten ins Wochenende.

Bei den Einzelwerten brachen die Aktien von Nike um mehr als neun Prozent ein. Dem weltgrößten Sportartikel-Hersteller fällt es wegen höherer Produktionskosten immer schwerer, die Erwartungen zu erfüllen. Trotz deutlicher Zuwächse bei Umsatz und Gewinn büßt der Adidas-Rivale an Wirtschaftlichkeit ein und erwartet hier vorerst auch keine Verbesserung.

Die Aktien von Pfizer stiegen indes um 1,5 Prozent. Der weltgrößte Pharmakonzern erwägt die Trennung von einigen Teilen des Unternehmens. Analysten zufolge könnte sich Pfizer von Bereichen trennen, die nicht zum Kerngeschäft zählen. Mit einem solchen Schritt könnte aber der Jahresumsatz auf 35 bis 40 Milliarden von zuletzt 67 Milliarden Dollar sinken.

Zu den Kursgewinnern zählten auch die Papiere von Banken. Zweieinhalb Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise hält die US-Notenbank mittlerweile einige der 19 heimischen Großinstitute für robust genug, um ihre Dividenden hochzufahren. Doch die Zahlungen bleiben vorerst begrenzt. Sie dürfen nicht mehr als 30 Prozent der erwarteten Gewinne betragen. Die Aktien von Wells Fargo verteuerten sich um 1,5 Prozent. Die Bank teilte nur kurz nach der Fed-Erklärung mit, für das erste Quartal eine zusätzliche Bardividende zahlen zu wollen. JPMorgan erhöht die Ausschüttung für das Quartal auf 25 Cent von fünf Cent. U.S. Bancorp - auch unter den zehn größten US-Banken - will ihre Jahresdividende um 150 Prozent anheben. Die Anteilsscheine von JPMorgan und Bancorp verbesserten sich um 2,6 beziehungsweise um 1,1 Prozent.

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