Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.05.2015

22:13 Uhr

Börse New York

Furcht vor Griechenland-Pleite belastet US-Börsen

Die stockenden Schuldenverhandlungen zwischen Griechenland und seinen Geldgebern sorgen für Wirbel an den Anleihemärkten. Das geht an den US-Börsen nicht spurlos vorbei. Der Dow Jones rutscht ins Minus.

Schlechte Nachrichten aus Europa lasten auf den Kursen der US-Börsen. AFP

US-Händler in New York

Schlechte Nachrichten aus Europa lasten auf den Kursen der US-Börsen.

New YorkDie New Yorker Börsen haben am Dienstag leichte Verluste verzeichnet. Die weltweite Verkaufswelle bei Anleihen und die weiterhin drohende Staatspleite Griechenlands drücke ähnlich wie in Europa auf die Stimmung, sagten Händler. Im Zuge einer Erholung an den US-Kreditmärkten verringerten sich allerdings die Verluste an der Wall Street.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 18.068 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,3 Prozent auf 2099 Punkte nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,4 Prozent auf 4976 Punkte.

Die Renditen bei den als Maßstab für die Kreditvergabe geltenden zehnjährigen US-Bonds sind zuletzt auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember gestiegen. Erhöhte Renditen bedeuten für die Unternehmen steigende Kreditkosten, die sich wiederum negativ auf die Aktienkurse auswirken könnten. Verkauft wurden die US-Bonds wegen der Aussicht auf steigende Leitzinsen.

Wie der Wall Street Handel lief

Springt der Konsum an?

Wie der Wall Street Handel lief: Springt der Konsum an?

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Im Mittelpunkt des Interesses bei den Einzelwerten standen AOL-Aktien, die 18,6 Prozent in die Höhe schossen. Der Telekomkonzern Verizon kündigte an, den Internetpionier für rund 4,4 Milliarden Dollar zu kaufen. Verizon-Anteilsscheine traten dagegen auf der Stelle.

GAP -Aktien ließen 3,8 Prozent Federn, nachdem der Bekleidungseinzelhändler im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von vier Prozent auf vergleichbarer Basis bekanntgegeben hatte.

In Frankfurt ging der Dax, der seit Jahresbeginn rund 19 Prozent zugelegt hat, 1,7 Prozent schwächer bei 11.472 Zählern aus dem Handel. Der EuroStoxx50 gab 1,3 Prozent nach. Verstärkt wurde der Verkaufsdruck im Dax auch durch den steigenden Euro. Er verteuerte sich zeitweise um mehr als einen US-Cent auf 1,1277 Dollar und machte dadurch Waren europäischer Firmen auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig.

Aus Sicht vieler Analysten sind die heftigen Kursbewegungen bei Renten und Devisen allerdings lediglich Positionsbereinigungen. Die höhere Volatilität dürfte daher irgendwann ein Ende haben, sagte ein Händler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 710 Millionen Aktien den Besitzer. 1366 Werte legten zu, 1681 gaben nach und 129 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,69 Milliarden Aktien 1187 im Plus, 1556 im Minus und 136 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten leicht zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 3/32 auf 97-23/32. Die Rendite gab auf 2,2616 Prozent nach. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 6/32 auf 89-24/32 und rentierte mit 3,0247 Prozent. Händler erklärten die moderaten Aufschläge mit einer soliden Auktion von dreijährigen Staatspapieren im Volumen von 24 Milliarden Dollar. Einige Investoren seien nach den Abverkäufen an den Markt zurückgekehrt.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Peter Spiegel

13.05.2015, 11:12 Uhr

Furcht vor Griechenland-Pleite belastet US-Börsen"

Nie im Leben, die wissen nicht mal daß es Griechenland gibt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×