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24.10.2016

23:48 Uhr

Börse New York

Fusionswelle schwappt Gewinne auf die Wall Street

Milliardenschwere Übernahmen beschäftigen die Anleger in New York. Zum Wochenauftakt erwarten Börsianer zudem eine positive Bilanzsaison. Die Indizes schlossen im Plus – doch es zeigten sich auch Bedenken.

Die Börsen in New York zählen als die wichtigsten Barometer für die globalen Finanzmärkte. AP

Wall Street in New York

Die Börsen in New York zählen als die wichtigsten Barometer für die globalen Finanzmärkte.

New YorkEine Reihe von Milliardenfusionen hat zum Wochenbeginn für Kursgewinne an der Wall Street gesorgt. "Die Deals zeigen, dass die Unternehmen die Aussichten für die Wirtschaft positiv einschätzen, und das ist ermutigend", sagte Chefökonom Peter Cardillo vom Anlageberater First Standard Financial.

Vor allem die geplante 85 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomriesen AT&T sorgte für Furore. Zudem rechnen offenbar viele Börsianer mit guten Quartalszahlen in der laufenden Bilanzsaison.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 18.223 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,5 Prozent auf 2151 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um ein Prozent auf 5309 Stellen. In Frankfurt kletterte der Dax 0,5 Prozent auf 10.761 Punkte und schloss damit so hoch wie noch nie in diesem Jahr. Der EuroStoxx50 gewann ebenfalls 0,5 Prozent. "Das könnte der Beginn einer Jahresendrally sein", sagte ein Händler.

Die Daten zur Stimmung in der US-Industrie im Oktober überraschten nach Händlerangaben positiv. Laut dem Finanzdaten-Anbieter Markit war der Index auf den höchsten Stand seit einem Jahr gestiegen. Von den Reden der US-Notenbanker William Dudley und James Bullard gingen hingegen keine Impulse aus. Während Dudley sich nicht zur Geldpolitik äußerte, gab es von Bullard nichts Neues.

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Kaum ein Konzern ist so aggressiv wie AT&T. Jetzt kauft er für 85 Milliarden Dollar Time Warner. Da das Kerngeschäft stagniert, erschließt sich der Mobilfunker neue Erlösquellen. Die deutsche Konkurrenz zögert noch.

In New York stand insbesondere der Medienkonzern Time Warner im Blick, den der Telekom-Riese AT&T übernehmen will. Die Time-Warner-Aktie sank um rund drei Prozent, nachdem die Spekulationen auf eine Gegenofferte gedämpft worden waren. AT&T fielen um 1,7 Prozent.

Auch Bedenken am Markt wegen möglicher Hürden vonseiten der Wettbewerbshüter trugen dazu bei. Am Freitag hatten Spekulationen um die Fusion Time Warner um fast acht Prozent in die Höhe gehievt.

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