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21.07.2014

23:52 Uhr

Börse New York

Gedämpfte Stimmung an der Wall Street

Der Konflikt in der Ukraine und die Kämpfe in Nahost haben am Montag die Kurse an den US-Börsen belastet. Zu den großen Verlierern gehören die Aktien von McDonald's, das wegen Gammelfleisch aufgefallen war.

Aktienhändler an der New York Stock Exchange. Die Konflikte in der Ukraine und in Gaza belasten die Kurse. ap

Aktienhändler an der New York Stock Exchange. Die Konflikte in der Ukraine und in Gaza belasten die Kurse.

New YorkDie US-Börsen sind mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Investoren hielten sich angesichts der an Schärfe gewinnenden Krisen in der Ukraine und in Nahost zurück. Von Unternehmensseite gab es am Montag zudem wenig Impulse, da die nächste Flut von Geschäftszahlen erst für Dienstag erwartet wurde.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 17.051 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 16.974 und 17.095 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 1973 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit minus 0,2 Prozent bei 4424 Stellen aus dem Handel. In Frankfurt schloss der Dax 1,1 Prozent niedriger bei 9612 Punkten.

Wie in Europa sorgte auch in New York die Lage in der Ukraine für Unruhe. Nach dem mutmaßlichen Abschuss eines Passagierflugzeugs am Donnerstag hat sich die Lage zugespitzt. Ebenso drückte der seit zwei Wochen anhaltende Gaza-Konflikt auf die Stimmung der Börsianer. Bei den Kämpfen zwischen der israelischen Armee und der radikalislamischen Hamas sind mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen.

Zu den Verlierern zählten die Aktien der Fast-Food-Ketten McDonald's und Yum, die 1,5 beziehungsweise 4,2 Prozent nachgaben. Grund war ein Gammelfleischskandal in China. Die Papiere des Zigarettenherstellers R.J. Reynolds verloren 1,1 Prozent. Der Konzern soll einem Gerichtsurteil zufolge der Witwe eines Kettenrauchers mehr als 23 Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

Gegen den Trend stiegen die Aktien von Halliburton. Sie verteuerten sich um 0,1 Prozent. Der weltweit zweitgrößte Bohrfeldausrüster hatte einen überraschend hohen Quartalsumsatz ausgewiesen und sein Aktienrückkaufprogramm ausgeweitet. Allergan -Aktien legten gut zwei Prozent zu. Der Botox-Hersteller teilte mit, 1500 seiner rund 11.600 Arbeitsplätze abzubauen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 540 Millionen Aktien den Besitzer. 1111 Werte legten zu, 1913 gaben nach, und 133 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Milliarden Aktien 1025 im Plus, 1664 im Minus und 108 unverändert.

Angesichts der Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten waren US-Staatsanleihen als sichere Häfen für Geldanlagen etwas stärker gefragt. An den Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 3/32 auf 100-7/32. Sie rentierten mit 2,48 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 17/32 auf 102-3/32 und hatten eine Rendite von 3,26 Prozent.

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rtr

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