Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.06.2017

23:43 Uhr

Börse New York

Gedrückte Stimmung an der Wall Street

Die niedrigen Ölpreise lassen die US-Anleger zögern. Die wichtigsten US-Indizes treten auf der Stelle. Vor allem die Aktien der Ölproduzenten stehen unter Druck. Biotechnologie-Aktien treiben unterdessen den Nasdaq an.

An den Börsen in den USA herrscht bedrückte Stimmung. dpa

New York Stock Exchange

An den Börsen in den USA herrscht bedrückte Stimmung.

New YorkDie New Yorker Börse hat am Mittwoch uneinheitlich tendiert. Der Nasdaq-Index legte angetrieben vor allem von Biotechnologie-Werten zu. Er gewann 0,74 Prozent und schloss bei 6233 Punkten. Der Dow-Jones-Index schloss bei 21.410 Punkten 0,27 Prozent im Minus. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2435 Zählern 0,06 Prozent tiefer aus dem Handel. Vor allem Finanzwerten gaben nach.

Für gedrückte Stimmung sorgte auch der anhaltend niedrige Ölpreis, der sich nahe an seinem niedrigsten Stand seit sieben Monaten bewegte. Anleger befürchten, dass der Preisverfall bei dem Schmierstoff der Weltwirtschaft ein Anzeichen für einen kommenden Konjunktureinbruch sein könnte.

Auf dem Rohstoffmarkt verbilligte sich die Ölsorte Brent aus der Nordsee um 2,78 Prozent und kostete 44,75 Dollar je Barrel. US-Öl war mit 42,48 Dollar je Barrel um 2,37 Prozent billiger als am Vortag.

Risikokapitalgeber Benedict Evans: Gegen die Dominanz der Gafa

Risikokapitalgeber Benedict Evans

Premium Gegen die Dominanz der Gafa

Benedict Evans, Partner des Risikokapitalgebers Andreessen Horowitz, ist sicher, dass Start-ups gegen Google, Apple, Facebook und Amazon bestehen können. Er sieht drei große Trends, in die er mit seinem Team investiert.

Seit Jahresbeginn hat der Ölpreis 20 Prozent nachgegeben und die schlechteste Halbjahresentwicklung seit 1997 hingelegt. "Das Überangebot ist noch lange nicht verschwunden und die Opec trotz ihrer eisernen Disziplin nicht am Ziel", kommentierte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Vor diesem Hintergrund warfen Investoren Aktien von Ölkonzernen weiter aus ihren Depots. BP, Shell und Repsol verloren bis zu 1,2 Prozent.

In Europa gingen die Anleger zur Wochenmitte auf Nummer sicher und machten Kasse. "Nach der jüngsten Rekordjagd scheint die Luft an den Aktienmärkten erst einmal raus zu sein", sagte ein Börsianer. Der Dax ging 0,3 Prozent leichter bei 12.774,26 Punkten aus dem Handel, der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent auf 3554,35 Punkte.

Wie der Wall Street-Handel lief

Der Ölpreis steht weiter massiv unter Druck

Wie der Wall Street-Handel lief: Der Ölpreis steht weiter massiv unter Druck

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 829 Millionen Aktien den Besitzer. 1034 Werte legten zu, 1903 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,39 Milliarden Aktien 1360 im Plus, 1488 im Minus und 216 unverändert.

An den Kreditmärkten legten die Kurse der US-Bonds zu. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 1/32 auf 101-28/32. Sie rentierten mit 2,16 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 10/32 auf 105-17/32 und hatten eine Rendite von 2,73 Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×