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01.08.2016

22:38 Uhr

Börse New York

Gesunkener Ölpreis belastet Wall Street

Die Wall Street hat sich offensichtlich ein anderes Angebot gewünscht: Die Aktie von SolarCity rutschte nach dem Tesla-Übernahmeangebot ins Minus. Vor allem aber belastete der gesunkene Öl-Preis die US-Börsen.

Wie der Wall Street-Handel lief

Keine Disziplin am Ölmarkt

Wie der Wall Street-Handel lief: Keine Disziplin am Ölmarkt

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New YorkSinkende Ölpreise haben am Montag die US-Börsen belastet. Ein Anziehen der Produktion sowohl in den Opec-Ländern als auch in den USA drückte den Ölpreis um rund vier Prozent auf unter 40 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte April. Dies brachte den Aktien von US-Förderern Verluste. Die Anteilscheine von Weltmarktführer Exxon büßten 3,5 Prozent ein, die des heimischen Rivalen Chevron 3,3 Prozent. Der gesamte Energie-Index gab 3,3 Prozent nach.

Neben dem Ölpreis schauten Anleger auf frische Konjunkturdaten. Die US-Industrie verlor im Juli leicht an Fahrt. Der Einkaufsmanager-Index fiel um 0,6 Zähler auf 52,6 Punkte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem geringeren Minus gerechnet. Die Investitionsscheu der Firmen und der starke Dollar haben zuletzt das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft gehemmt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni aufs Jahr hochgerechnet nur um 1,2 Prozent zu und damit weniger stark als erwartet. Experten rechnen daher nicht damit, dass die Notenbank Fed die Zinsen rasch erhöht. "Die Fed wird nach den BIP-Daten definitiv noch nichts im September unternehmen", sagte Chefökonom Peter Cardillo vom Anlageberater First Standard Financial.

Chevron und Exxon: Niedriger Ölpreis belastet US-Energieriesen

Chevron und Exxon

Niedriger Ölpreis belastet US-Energieriesen

Der starke Ölpreisverfall hat die Gewinne der US-Ölkonzerne Exxon und Chevron weiter stark schrumpfen lassen. Bei Exxon bracht der Gewinn um 59 Prozent ein. Chevron rutschte im zweiten Quartal sogar ins Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,15 Prozent auf 18.404 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,13 Prozent auf 2170 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging dagegen - gestützt von Apple- und Alphabet- Aktien - mit einem Plus von 0,43 Prozent bei 5184 Stellen aus dem Handel. Der Dax schloss mit Verlusten von 0,1 Prozent auf 10.330 Punkte. Im europäischen Börsenindex EuroStoxx50 schlugen sich die teils kräftigen Kursverluste der Banken in Folge des Stresstests deutlicher nieder, er verlor 0,8 Prozent.

Tesla und Solar City : Der erste Schritt in Elon Musks Masterplan

Tesla und Solar City

Der erste Schritt in Elon Musks Masterplan

Elon Musk kauft Elon Musk: Sein Elektroauto-Pionier Tesla übernimmt für etwa 2,6 Milliarden Dollar die von ihm kontrollierte Solarfirma Solar City. Doch Experten bezweifeln den Sinn dieses Deals.

Bei den Einzelwerten an der Wall Street sorgten vor allem Übernahmen für Bewegung. Der Elektroauto-Pionier Tesla will den amerikanischen Solarpanel-Hersteller SolarCity für 2,6 Milliarden Dollar in Aktien erwerben. Die Offerte liegt leicht unter dem ursprünglichen Gebot von Juni, bevor Tesla-Chef Elon Musk Einblick in die Bücher nehmen konnte. Die Papiere von SolarCity gaben mehr als sieben Prozent nach, nachdem sie zuvor deutlich zugelegt hatten. Tesla-Aktien fielen zwei Prozent. Beobachter drängten den Silicon-Valley-Konzern zuletzt immer stärker, mehr auf die Kosten zu achten.

Dax, MDax, TecDax, SDax: Schnäppchen, die lieber nicht ins Depot wandern sollten

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Schnäppchen, die lieber nicht ins Depot wandern sollten

Ein kleines KBV kann auch darauf hindeuten, dass Anleger einem Unternehmen nicht besonders viel zutrauen.

Die Papiere der auf Fuhrparkmanagement spezialisierten Softwarefirma Fleetmatics sprangen mehr als 38 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen wird für 2,4 Milliarden Dollar vom Telekomkonzern Verizon gekauft. Verizon-Aktien lagen 1,6 Prozent im Minus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 1208 Werte legten zu, 1768 gaben nach und 142 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 1419 im Plus, 1454 im Minus und 148 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 14/32 auf 101-2/32 nach. Sie rentierten mit 1,509 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 1-14/32 auf 105-14/32 nach und hatten eine Rendite von 2,248 Prozent.

Von

rtr

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