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14.06.2013

22:26 Uhr

Börse New York

Gewinnmitnahmen an der Wall Street

Die heute veröffentlichen Konjunkturdaten sorgen nicht für Klarheit. Sie sind weder sehr schlecht, noch berauschend gut. Die Anleger können aus ihnen keine Rückschlüsse für die Fed-Politik ziehen und halten sich zurück.

US-Händler werden aus den Wirtschaftszahlen nicht schlau. Viele warten lieber den Offenmarkt-Ausschuss kommenden Dienstag ab. AFP

US-Händler werden aus den Wirtschaftszahlen nicht schlau. Viele warten lieber den Offenmarkt-Ausschuss kommenden Dienstag ab.

Eine Reihe schwacher Konjunkturdaten hat am Freitag an der Wall Street zu Kursverlusten geführt. Viele Anleger warteten zudem nervös auf die Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche. Möglicherweise gibt es danach mehr Klarheit, wann die Fed mit dem Ausstieg aus ihrer ultra-lockeren Geldpolitik beginnt. Die Frage beherrscht seit Wochen den Handel an den Aktienmärkten und sorgt für deutlich mehr Volatilität auch an der Wall Street.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte büßte 0,7 Prozent auf 15.070 Punkte ein, der breiter gefasste S&P-500 sank 0,6 Prozent auf 1626 Zähler und auch der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte 0,6 Prozent auf 3423 Stellen. Der S&P-500 hatte nach einer tagelangen Verlustserie am Donnerstag noch den zweitgrößten Tagesgewinn des Jahres verbucht. Auf Wochensicht verlor der Dow 1,2 Prozent, der S&P 500 sackte ein Prozent ab und die Nasdaq büßte 1,3 Prozent ein. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax am Freitag mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 8127 Punkten ins Wochenende.

Am Dienstag und Mittwoch kommt der Offenmarkt-Ausschuss (FOMC) der Fed zusammen, um über die weitere Geldpolitik zu beraten. Investoren hoffen auf neue Hinweise darauf, ob und wann die Fed ihr Wertpapier-Ankaufprogramm drosselt, das derzeit ein Volumen von 85 Milliarden Dollar monatlich hat. Die Notenbank hat sich dazu verpflichtet, die geldpolitischen Zügel so lange locker zu lassen, bis die US-Arbeitslosenquote auf 6,5 von derzeit 7,5 Prozent gefallen ist.

Die jüngsten Konjunkturdaten deuteten jedoch nicht darauf hin, dass der Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik unmittelbar bevorsteht. Im Gegenteil - die Wirtschaft dümpelt weiter vor sich hin. Die Produktion stagnierte im Mai überraschend und auch die Stimmung der Konsumenten trübte sich zuletzt etwas ein. "Die Daten waren mit Sicherheit nicht besonders positiv", resümierte Joe Saluzzi von Themis Trading. "Deshalb geben wir die überraschenden Gewinne von gestern teilweise wieder ab." Grundsätzlich sei der Markt jedoch von den Spekulationen über die Notenbankpolitik getrieben.

Smith & Wesson widersetzten sich dem Abwärts-Sog und legten gut fünf Prozent zu. Der für seine Revolver bekannte Waffenhersteller hatte ein Quartalsergebnis über den bisherigen Markterwartungen in Aussicht gestellt. Die Sorge vor einer Verschärfung des Waffengesetze nach dem Amoklauf von Newton hat dem Unternehmen unerwartet viele Kunden beschert. Außerdem will es eigene Aktien im Volumen von 100 Millionen Dollar zurückkaufen.

Kräftig zulegen konnten auch Elan. Die in den USA gelisteten Aktien stiegen um mehr als acht Prozent auf ein Elf-Monats-Hoch, nachdem sich die irische Pharma-Firma selbst zum Verkauf gestellt hatte.

Groupon-Papiere schossen um mehr elf Prozent in die Höhe, nachdem die Deutsche Bank den Kauf der Aktien empfohlen hatte. Dies schürte den Optimismus der Anleger über den jüngsten Strategieschwenk des Online-Schnäppchenportals. Statt täglicher Emails an die Kunden setzt Groupon auf eine größere Datensammlung von Sonderangeboten, die auf der Website durchsucht werden kann.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,63 Milliarden Aktien den Besitzer. 1393 Werte legten zu, 1616 gaben nach und 88 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,45 Milliarden Aktien 702 im Plus, 1789 im Minus und 84 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.06.2013, 17:32 Uhr

Im Moment fehlen Impulse,die Pendelei wird weitergehen,bis zur Jahresendralley,die tradinionell im September startet.

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