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30.08.2012

22:41 Uhr

Börse New York

Gewinnmitnahmen ziehen Aktienkurse ins Minus

Die US-Indizes mussten Verluste hinnehmen. Vor der Notenbanksitzung am Freitag hielten sich viele Anleger mit Käufen zurück. Gemischte US-Konjunkturdaten konnten für keine neue Impulse sorgen.

Händler an der NYSE: Im Vorfeld der US-Notenbanksitzung am Freitag halten sich viele Anleger mit Käufen zurück. Reuters

Händler an der NYSE: Im Vorfeld der US-Notenbanksitzung am Freitag halten sich viele Anleger mit Käufen zurück.

New YorkGewinnmitnahmen haben die US-Börsen am Donnerstag belastet. Zudem wagten sich die Anleger vor der mit Spannung erwarteten Rede von Fed-Chef Ben Bernanke am Freitag beim jährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole nicht aus der Deckung.

Da Bernanke 2010 bei dieser Gelegenheit das zweite Anleihe-Kaufprogramm angekündigt hatte, hoffen viele auch dieses Jahr auf klare Aussagen, ob die US-Notenbank der Wirtschaft mit einem dritten Hilfsprogramm (QE3) unter die Arme greift. "Worauf wir warten, ist klar: Wir wollen herausfinden, ob es irgendwelche Hinweise auf QE3 gibt", sagte Frank Lesh vom Brokerhaus FuturePath Trading.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,8 Prozent tiefer auf 13.000 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12.978 und 13.101 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,8 Prozent auf 1399 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte ein Prozent auf 3048 Punkte ein. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 6895 Punkten aus dem Handel.

Diese "Turnaorund"-Wetten haben funktioniert

Wette 1

Pro Sieben Sat 1. galt Anfang 2009 als sicherer Pleitekandidat. Zu hoch verschuldet, keine Wachstumsperspektiven. Die Aktie rutschte auf 0,90 Euro ab. Mittlerweile, rund drei Jahre später, kosten die Papiere wieder mehr als 18 Euro. Zeitweise notierte die Aktie sogar bei mehr als 25 Euro.

Aktien-Tiefstkurs (5 Jahre): 0,90 Euro

Aktienkurs heute: 18 Euro

Wette 2

Hugo Boss hat eine ganz ähnliche Geschichte wie Pro Sieben Sat 1. Bei beiden Unternehmen stieg einst Finanzinvestor Permira ein. Den Kaufpreis durften die MDax-Konzerne freundlicherweise selbst bezahlen, die Schuldenquote stieg. Während der Finanzkrise mieden Investoren Aktien von Unternehmen, die hoch verschuldet waren, auch Hugo Boss. Doch der Modekonzern zahlt seine Schulden pünktlich zurück. Mehr noch: er verdient prächtig.

Aktien-Tiefstkurs (5 Jahre): 8,82 Euro

Aktienkurs heute: 74 Euro

Wette 3

SAF Holland galt lange Zeit als sicherer Pleitekandidat. Die Banken wollten keine Kredite mehr locker machen, der Schuldenstand wuchs. Doch der LKW-Zulieferer hat die Krise überstanden, die Produkte von SAF sind gefragt.

Aktien-Tiefstkurs (5 Jahre): 0,35 Euro

Aktienkurs heute: 4,60 Euro

Wette 4

Infineon galt einst als die heißeste Wette im Dax. Monatelang bangten die Anleger 2008 und 2009 um den Chiphersteller. Wegen der Finanz- Und Wirtschaftskrise verbrannte Infineon das Geld in Windeseile. Wer damals an das Unternehmen glaubte, wurde reich belohnt.

Aktien-Tiefstkurs (5 Jahre): 0,39 Euro

Aktienkurs heute: 5,50 Euro

Wette 5

Continental wurde voll von der Finanzkrise, die zu einer Krise der Autoindustrie wurde, erwischt. Banken taten sich bei der Finanzierung schwer, der Aktienkurs rutschte. Schnäppchenjäger griffen zu.

Aktien-Tiefstkurs (5 Jahre): 10,99 Euro

Aktienkurs heute: 80 Euro

Wette 6

Villeroy & Boch ist in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen geraten. Der Hersteller von Badezimmer-Ausstattungen musste eine Millionenstrafe wegen Preisabsprachen bezahlen, der Aktienkurs rutschte in der Folge ab. Wer einstieg, hat alles richtig gemacht

Aktien-Tiefstkurs (5 Jahre): 3,10 Euro

Aktienkurs heute: 7,50 Euro

Von der Konjunktur kamen gemischte Signale. Einerseits steckten die Amerikaner im Juli wieder mehr Geld in den Konsum. Ihre Ausgaben zogen um 0,4 Prozent an - es war der stärkste Anstieg binnen fünf Monaten.

Andererseits signalisierten Job-Daten, dass der kriselnde Arbeitsmarkt nicht richtig vom Fleck kommt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verharrte in der vergangenen Woche bei 374.000, Volkswirte hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet.

Im Fokus der Anleger standen Aktien von DuPont und Carlyle. Der amerikanische Chemieriese verkauft seine Autolacksparte für 4,9 Milliarden Dollar an den US-Finanzinvestor. Das Geschäft soll im ersten Quartal 2013 über die Bühne gehen. DuPont-Aktien gaben 0,7 Prozent nach, Carlyle-Papiere notierten zuletzt 0,3 Prozent höher.

Gegen die allgemeine Markttendenz kletterten die Anteilsscheine von Pandora Media um mehr als 14 Prozent in die Höhe. Das Online-Radio hatte am Vortag unerwartet gute Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und seine Jahresprognose angehoben.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 510 Millionen Aktien den Besitzer. 818 Werte legten zu, 2090 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,2 Milliarden Aktien 617 im Plus, 1843 im Minus und 102 unverändert.

Von

rtr

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