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29.06.2012

00:11 Uhr

Börse New York

Gipfel-Pessimismus und Banken belasten US-Börsen

An der Wall Street hat die Skepsis gegenüber möglichen Ergebnissen des EU-Gipfels in Brüssel regiert. Anleger in den USA machen sich kaum Hoffnung auf einen Durchbruch in der Schuldenkrise.

Händler an der NYSE: Die Anleger schauen mit sorgenvollen Blicken nach Europa. Den großen Durchbruch erwarten nur die wenigsten. dapd

Händler an der NYSE: Die Anleger schauen mit sorgenvollen Blicken nach Europa. Den großen Durchbruch erwarten nur die wenigsten.

New YorkDie Wall Street hat sich der Skepsis in Europa über den Ausgang des EU-Gipfels angeschlossen: Die Anleger in den USA machten sich am Donnerstag ebenfalls kaum Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen über einen Ausweg aus der Schuldenkrise. Zumal der Streit innerhalb der Euro-Zone kurz vor Beginn des Gipfels einen neuen Höhepunkt erreichte. Die Meinungen über Wege zur Bewältigung der Krise gingen weit auseinander. Zudem wies das Bundesfinanzministerium einen Zeitungsbericht zurück, wonach die Bundesregierung ihre Position zu Euro-Bonds aufgeweicht habe.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent schwächer bei 12.602 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.450 und 12.626 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 fiel ebenfalls 0,2 Prozent auf 1329 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verzeichnete ein Minus von 0,9 Prozent auf 2849 Stellen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 6149 Punkten aus dem Handel.

Im Mittelpunkt des New Yorker Handels standen Bankaktien. Dies war allerdings nicht nur auf die Schuldenkrise zurückzuführen, sondern auch auf schlechte Nachrichten rund um die Spekulationsverluste bei JPMorgan Chase. Kreisen zufolge hat sich das Geldhaus mit komplexen Finanzpapieren dramatisch mehr verspekuliert als bislang angenommen. Die größte US-Bank gehe inzwischen von einem Verlust von vier bis sechs Milliarden Dollar aus. Die JPMorgan-Aktie verlor rund 2,4 Prozent.

Ein weiterer Grund für die Verluste im Bankensektor war die Ausweitung von Ermittlungen wegen Zinsmanipulationen. Dabei geht es um den Vorwurf der Manipulationen des weltweit gültigen Interbanken-Zinssatzes Libor. Die Aktien der Citigroup ließen 2,6 Prozent Federn.

US-Börsianer quittierten die Aufspaltung des Medienkonzerns News Corp mit einem Kursabschlag von 1,4 Prozent. Medienmogul Rupert Murdoch beugte sich den Rufen der Anleger und stimmte zu, das Verlagsgeschäft von der gewinnträchtigeren Unterhaltungssparte zu trennen.

Kommentare (1)

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MrPut

28.06.2012, 23:22 Uhr

Info: Die Euro-Gruppe kontrolliert die Haushaltspolitik und die öffentlichen Finanzen der Euro-Länder und ist keiner demokratischen Kontrolle unterworfen.
Mitglieder der Euro-Gruppe sind Olli Rehn (Kommissar für Wirtschaft und Währung: Doktorarbeit: Corporatism and Industrial Competitiveness in Small European States - der Mann kennt sich aus mit einem corporativen Struktur und den Vorzügen der Bestechung!), Mario Draghi (Präsident der EZB), Jean-Claude Juncker (luxemburgischer Premier; Luxemburg ist ein Offshore-Gebiet, Bankgeheimnis!), die Finanzminister und einen hochrangigen EU-Beamten. Die Euro-Würstchenbude verschmelzt Legalität mit Illegalität!

Wer über die Schweiz spricht, sollte auch über Luxemburg sprechen! Doch da beherrscht ein auffälliges Schweigen die Debatte.

Andorra ist ein Offshore-Gebiet inmitten der EU und der französische Präsident wird bei Amtsantritt auch auch dessen Kofürst. Zweiter Kofürst des Fürstentums ist der Bischof von Urgell, und siehe, auch der Vatikan ist ein Offshore-Gebiet. Und nicht verschwiegen werden darf, die CDU ist katholisch und wird von Katholiken gewählt - trotz Kopernikus!
Katholiken waren es auch, die dem Österreicher, dessen Elite ebenfalls nur aus Katholiken bestand und der selbst einer war, das Ermächtigungsgesetz durchpaukten! Zentrumspartei!
Andorra hat ein rigideres Bankgeheimnis als Luxemburg und ist vergleichbar der "City of London".

Die gleichgeschalteten Medien haben ganz offensichtlich kein Interesse, im Wespennest zu stochern, aber warum sind auch die alternativen derart desinteressiert? Wahrscheinlich zu doof. Oder zu feige. Nee, ganz bestimmt beides.
Wäre doch mal was, wenn der Souverän ein peinliches Problem thematisiert, statt sich nur mit der Marmelade des mainstreams vollschmieren zu lassen?

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