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18.10.2012

23:57 Uhr

Börse New York

Google-Zahlen drücken die Wall Street

Nach drei Tagen mit Gewinnen sind die US-Anleger verdattert: Überraschend früh kamen ebenso überraschend schlechte Zahlen von Google. Zusammen mit schwachen Arbeitsmarktdaten rissen sie die Indizes herunter.

Händler an der Wall Street. dpa

Händler an der Wall Street.

New YorkEin deutlicher Gewinneinbruch bei Google hat US-Börsianer am Donnerstag kalt erwischt. Die wichtigsten Indizes drehten ins Minus, nachdem überraschend negative Zahlen vorgelegt wurden: Der Überschuss fiel demnach im dritten Quartal um 20 Prozent auf 2,18 Milliarden Dollar.

An der Nasdaq brachen die Google-Aktien zeitweise um mehr als zehn Prozent ein und rissen andere Technologiewerte mit. Google erklärte, die Zahlen seien ohne Autorisierung veröffentlicht worden. Zudem drückten enttäuschende Zahlen vom Arbeitsmarkt auf die Stimmung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Minus von 0,1 Prozent bei knapp 13.549 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.510 und 13.588 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1457 Punkten, ein Abschlag von 0,2 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor rund ein Prozent und ging mit 3072 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 7437 Punkten.

Die Veröffentlichung der Google-Zahlen kam überraschend. Eigentlich hätte die Bilanz nach Börsenschluss vorgelegt werden sollen. Die Kalifornier machten ihren Dienstleister RR Donnelley für die Panne verantwortlich. Zeitweise wurde die Aktie vom Handel ausgesetzt. Nachdem der Handel wieder aufgenommen wurde, schloss das Papier acht Prozent tiefer.

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Der Internetkonzern hat am Donnerstag früher als erwartet Geschäftszahlen vorgelegt.

Enttäuscht reagierten die Anleger auch auf die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche. Sie kletterte überraschend um 46.000 auf 388.000. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 365.000 gerechnet.

Zugleich wurde die Zahl der Antragsteller in der vorangegangenen Woche um 3000 auf 342.000 nach oben korrigiert. Die erste Schätzung hatte den niedrigsten Stand seit viereinhalb Jahren markiert und damit Hoffnungen auf eine Aufhellung am Arbeitsmarkt geweckt.

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Im Mittelpunkt des Interesses standen auch die Quartalszahlen der Großbank Morgan Stanley, deren Aktie mit einem Minus von 3,8 Prozent aus dem Handel ging. Zwar zogen die Märkte in den vergangenen Monaten rund um den Globus an, was das Handelsgeschäft bei dem Geldhaus belebte. Unter dem Strich stand aber eine Milliarde Dollar Verlust, weil die Bank ihre eigenen Schulden höher bewerten musste.

Ebay-Aktien sprangen 5,5 Prozent nach oben. Der Umsatz des Internetkonzerns kletterte im abgelaufenen Quartal gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Papiere des Telekomkonzerns Verizon wurden mit einem Plus von 2,4 Prozent gehandelt. Nach Zuwächsen im Mobilfunkgeschäft wies das Unternehmen einen um 16 Prozent gesteigerten Gewinn aus.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 720 Millionen Aktien den Besitzer. 1452 Werte legten zu, 1527 gaben nach und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Milliarden Aktien 791 im Plus, 1664 im Minus und 96 unverändert.

Von

rtr

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