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15.05.2012

22:45 Uhr

Börse New York

Griechen-Drama drückt Wall Street ins Minus

Die Neuwahlen in Griechenland haben den US-Börsen schlussendlich doch die Stimmung verhagelt. Noch kurz vor Handelsschluss drehten die Aktienmärkte ins Minus, der S&P rutschte sogar auf ein Drei-Monats-Tief.

Ein Händler an der Wall Street beobachtet seine Terminals. dapd

Ein Händler an der Wall Street beobachtet seine Terminals.

DüsseldorfBörsianer beunruhigte die Unsicherheit. Derzeit lässt sich kaum absehen, wie es mit dem Mittelmeerland weitergeht. "Europa bleibt der Stachel im Fleisch des Marktes", sagte Andre Bakhos von Lek Securities. Unter den Investoren wächst die Angst, dass bei den Neuwahlen in Griechenland die Spar-Gegner siegen und das hoch verschuldete Euro-Land aus der Währungsgemeinschaft treiben.

Gute Konjunkturdaten konnten die Atmosphäre nur vorübergehend verbessern. Die Industrie im wichtigen Bundesstaat New York gewann im Mai merklich an Schwung. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe stieg auf 17,09 Punkte von 6,56 Zählern im April und damit deutlicher als erwartet.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:35 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 12.632 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.608 und 12.758 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf 1330 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte lediglich 0,3 Prozent ein auf 2893 Stellen.

Die Nasdaq hielt sich besser, weil Amazon um 0,7 Prozent zulegten. Credit Suisse hatte das Kursziel erhöht. Der Dax in Frankfurt ging mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 6401 Punkten aus dem Handel.

Bergab ging es vor allem mit der Aktie des Kosmetik-Konzerns Avon, die um rund zehn Prozent abrutschte. Der von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann kontrollierte Parfümhersteller Coty zog seine Übernahmeofferte für Avon zurück.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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Unter Druck gerieten auch die Titel von Home Depot, die 2,4 Prozent verloren. Die Baumarktkette verfehlte mit ihren Umsatzzahlen die Erwartungen. Chesapeake -Aktien brachen 5,6 Prozent ein. Der Energie-Konzern kündigte an, seine Verbindlichkeiten auszuweiten. Zudem stufte S&P die Kreditwürdigkeit herab.

Gegen den Trend setzten sich die Papiere von JPMorgan durch, die Aktie stieg um knapp 1,3 Prozent. Das Papier hatte in den vergangenen Tagen nach Bekanntwerden des Handelsskandals deutlich eingebüßt. Auch Groupon konnte seine Kursgewinne verteidigen.

Die Anteilsscheine des US-Schnäppchenportals legten nach Bekanntgabe des ersten Quartalsgewinns 3,7 Prozent zu. Im Sog der Begeisterung vor dem anstehenden Facebook-Börsengang legten die Papiere von Konkurrenten des weltgrößten sozialen Netzwerkes zu. Die Aktie des chinesischen Wettbewerbers Renren stieg nach überzeugenden Zahlen um sechs Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 870 Millionen Aktien den Besitzer. 1054 Werte legten zu, 1944 gaben nach und 101 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,82 Milliarden Aktien 1129 Werte im Plus, 1388 im Minus und 97 unverändert.

Kommentare (3)

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benkurrioso

16.05.2012, 00:32 Uhr

"Griechen-Drama drückt Wall Street ins Minus...." und dies schon seit über zwei Jahren....wie sehr ist nun Thema Griechenland abgedroschen, Griechenland, oder vielleicht doch Albanien-Drama oder Burkino-Faso drückt Wallstreet ins und damit Finanzmärkte weltweit ins Minus.
Oder vielleicht die Finanz-Wetten auf "fallenden und/oder nicht steigenden DAX und DJ"
Seit mindestens November 2008 treten sind die Finanzmärkte zur Erpressungsmaschinerie umgewandelt.

Isaak Busch - vereidigter ÜBersetzer für Russisch in München
www.isaak-busch.de

Account gelöscht!

16.05.2012, 00:46 Uhr

Ich glaube nun langsam nicht mehr daran, daß die Kurse an den Aktien (oder gar Rohstoff-Märkte) durch Angebot und Nachfrage zustande kommen, nein, es werden keine Aktien verkauft, die Kurse fallen trotzdem weiter und weiter. Fallenden die wirklich oder werden die einfach so reingeschrieben? Vielleicht sogar staatlich inizijert?
Holland soll in seiner Rede gesagt haben, daß es nicht hiznunehmen sei, daß während die Wirtschaft dahinsiecht und die Massen weiter und weiter Zukunfstperspektive verlieren und weiter und weiter verarmen, nur eine kleine Gruppe davon weiter und weiter profitiert, hatte er damit die kleinen Kreise gemeint, die offensichtlich auf fallende und/oder nichtsteigende Indizes wetten und damit die ganze Welt an den Rand der großen Rezession bringen, während doch die Mehrheit der Anleger in die Wirtschaft investiert in der Hoffnung auf steigende Kurse und Dividenden???? Jedenfalls setzten diese Wetten, diese Kursmanipulationen den Kern der Wirtschaftsgesetze des Kapitalismus außer kraft, die Menschen sind nicht dumm, die sehen und verstehen, daß nicht Griechenland, nicht Moldavien, nicht Burkino Faso oder Albanien die Wallstreet unter Druck setzen, nein, es sind schon ganz eindeutig Wetten oder gar direkte Kursmanipulationen, möglicherweise sogar staatlich inizijrt. Die Investoren können nichts mehr verdienen, sie können keine Mittel mehr in die Wirtschaft investieren, wenn die Kurse dermaßen offensichtlich manipuliert, und schon seit fast vier Jahren nur noch auf der Stelle treten.
Isaak Busch - vereidigter Übersetzer für Russisch in München
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16.05.2012, 00:46 Uhr

Ich glaube nun langsam nicht mehr daran, daß die Kurse an den Aktien (oder gar Rohstoff-Märkte) durch Angebot und Nachfrage zustande kommen, nein, es werden keine Aktien verkauft, die Kurse fallen trotzdem weiter und weiter. Fallenden die wirklich oder werden die einfach so reingeschrieben? Vielleicht sogar staatlich inizijert?
Holland soll in seiner Rede gesagt haben, daß es nicht hiznunehmen sei, daß während die Wirtschaft dahinsiecht und die Massen weiter und weiter Zukunfstperspektive verlieren und weiter und weiter verarmen, nur eine kleine Gruppe davon weiter und weiter profitiert, hatte er damit die kleinen Kreise gemeint, die offensichtlich auf fallende und/oder nichtsteigende Indizes wetten und damit die ganze Welt an den Rand der großen Rezession bringen, während doch die Mehrheit der Anleger in die Wirtschaft investiert in der Hoffnung auf steigende Kurse und Dividenden???? Jedenfalls setzten diese Wetten, diese Kursmanipulationen den Kern der Wirtschaftsgesetze des Kapitalismus außer kraft, die Menschen sind nicht dumm, die sehen und verstehen, daß nicht Griechenland, nicht Moldavien, nicht Burkino Faso oder Albanien die Wallstreet unter Druck setzen, nein, es sind schon ganz eindeutig Wetten oder gar direkte Kursmanipulationen, möglicherweise sogar staatlich inizijrt. Die Investoren können nichts mehr verdienen, sie können keine Mittel mehr in die Wirtschaft investieren, wenn die Kurse dermaßen offensichtlich manipuliert, und schon seit fast vier Jahren nur noch auf der Stelle treten.
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