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28.05.2015

23:42 Uhr

Börse New York

Griechische Zitterpartie bremst US-Börsen

Die US-Anleger müssen derzeit starke Nerven haben. Schwache Arbeitsmarktdaten und die drohende griechische Staatspleite rücken die wichtigsten US-Indizes ins Minus. Im Fokus: eine Großfusion in der Chipbranche.

Erneut beschäftigt eine Milliardenübernahme die Anleger:  Für 37 Milliarden Dollar will Avago Technologies den Rivalen Broadcom kaufen. Es wäre eine der größten Übernahmen in der Halbleiter-Industrie überhaupt. dpa

«Flash-Crash» an der New York Stock Exchange

Erneut beschäftigt eine Milliardenübernahme die Anleger: Für 37 Milliarden Dollar will Avago Technologies den Rivalen Broadcom kaufen. Es wäre eine der größten Übernahmen in der Halbleiter-Industrie überhaupt.

New YorkDie Angst vor einer Staatspleite Griechenlands hat am Donnerstag auch an der Wall Street Kursverluste ausgelöst. Im Schuldenstreit mit der Regierung in Athen dämpften Spitzenvertreter der Geldgeber Hoffnungen, dass eine Einigung greifbar sei.

Viele Anleger hofften auf klarere Hinweise aus Dresden, wo die Finanzminister und Notenbanker der weltgrößten Industrienationen (G7) noch bis Freitag beraten. Der Schuldenstreit steht zwar nicht auf der offiziellen Tagesordnung, dürfte aber diskutiert werden. Weniger stark interessierten sich die Anleger für Konjunkturdaten aus den USA.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 18.126 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2120 Zähler. Der Nasdaq-Composite sank 0,2 Prozent auf 5097 Punkte, nachdem er am Mittwoch noch auf einem Rekordhoch geschlossen hatte. In Frankfurt ging der Dax 0,8 Prozent schwächer aus der Sitzung auf knapp 11.678 Punkten.

"Es ist eine Menge Liquidität im Markt", sagte Anlagestratege Jack Ablin von BMO Private Bank. "Die Investoren sollten feiern, solange die Musik noch spielt. Denn wie das vorbei ist, müssen sie mit ihren Kopfschmerzen klarkommen."

In den USA war die Zahl der noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe im April deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe kletterten zum Vormonat um 3,4 Prozent, während Volkswirte mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet hatten. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war stärker als erwartet gestiegen, was aber keinen nennenswerten Einfluss auf die Kurse hatte.

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