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03.08.2012

23:25 Uhr

Börse New York

Gute Jobdaten beflügeln Wall Street zum Wochenschluss

Die positiven US-Arbeitsmarktdaten haben für gute Stimmung an der Wall Street zum Wochenschluss gesorgt. Der Dow Jones war zeitweise auf dem höchsten Stand seit drei Monaten und schließt mit fast zwei Prozent im Plus.

Händler an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index startete mit kräftigen Gewinnen. dapd

Händler an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index startete mit kräftigen Gewinnen.

New YorkUnerwartet positive Arbeitsmarktdaten haben die US-Börsen zum Wochenschluss beflügelt. Die wichtigsten Indizes gingen am Freitag deutlich im Plus aus dem Handel. Der Jobmarkt hatte zuletzt eher für negative Schlagzeilen gesorgt. Nun schuf die US-Wirtschaft deutlich mehr Arbeitsplätze als erwartet.

Die Zahl der Beschäftigten stieg im Juli um 163.000, Experten hatten nur mit einem Plus von 100.000 gerechnet. Zudem werteten Investoren die Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi deutlich positiver, der am Vortag seine Bereitschaft zu Hilfen für taumelnde Euro-Staaten bekräftigt hatte.

Der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 13.096 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1390 Punkten, ein Aufschlag von 1,9 Prozent. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbaromter zwischen 12.884 und 13.133 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann zwei Prozent und ging mit 2967 Punkten aus dem Handel. Im Wochenvergleich legte der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent zu. Der S&P-500 verbesserte sich um 0,4 Prozent, die Nasdaq gewann 0,3 Prozent.

Der Dax verabschiedete sich 3,9 Prozent fester bei 6865 Punkten ins Wochenende. Damit legte er auf Wochensicht 2,6 Prozent zu.

Trotz der neuen Daten sorgt der US-Arbeitsmarkt seit einigen Monaten aber kaum noch für gesamtwirtschaftliche Impulse. "Die Wirtschaft wächst zwar, doch reicht das Tempo nicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu drücken", sagte der Chefvolkswirt von Perpont Securities, Stephen Stanley.

Die US-Wirtschaft legte im zweiten Quartal nur noch um 1,5 Prozent zu. Um die Arbeitslosigkeit zu drücken, ist ein Wachstum von mehr als 2,5 Prozent notwendig. Die Arbeitslosenquote kletterte im Juli von 8,2 auf 8,3 Prozent.

Wie der Wall-Street-Handel lief

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Nach einem Kurssturz vom Vortag legten Aktien von Knight Capital mit fast 57 Prozent deutlich zu. Probleme mit einer neuen Software hatten den Finanzdienstleister 440 Millionen Dollar gekostet. Der Konzern konnte sich nun eine Kreditlinie sichern, was Anleger etwas beruhigte.

Auf Interesse der Anleger stießen die Aktien des Flugzeugbauers Boeing. Sie lagen 1,1 Prozent im Plus, nachdem der Konzern zwei Milliardenaufträge aus Singapur und China an Land gezogen hatte.

Noch gefragter waren die Papiere von Procter & Gamble, die um 3,1 Prozent zulegten. Denn der Verkauf der Snack-Sparte Pringles verschaffte dem Konsumgüterhersteller im vierten Geschäftsquartal einen kräftigen Gewinnanstieg. Beim Umsatz musste das Unternehmen aber einen Rückgang von einem Prozent zum Vorjahresquartal verbuchen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 750 Millionen Aktien den Besitzer. 2495 Werte legten zu, 511 gaben nach und 95 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Milliarden Aktien 1928 im Plus, 568 im Minus und 103 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Idiots_for_Eurobombs

03.08.2012, 19:50 Uhr

Die Anleger hoffen nicht auf die weitere Geldverbrennung durch die EZB und vor allem durch den verfassungswidrigen ESM mit eingebauter Bankenlizenz und umfassender Immunität gegenüber allen Gerichten und Parlamenten und der Möglichkeite, Deutschland als Hauptzahler in "Notsitutationen" locker zu überstimmen, sondern sie fürchten diese sinnlose Gelddruckerei, die Europa und den Euro nicht retten, sondern vernichten und eine verwüstete Wirtschaftslandschaft hinterlassen wird. Gibt es beim HB keine Volkswirtschaftler mehr, die recherieren, wenigstens ein bissi? Durch permanante Verstöße gegen Verträge und Vereinbarungen, durch markt- und wettbewerbsverzerrende sozialistische Eingriffe per ZK und durch eine korruppte und ineffiziente Strukturen am Leben erhaltende und fördernde statt abschaffende Gelddruckerei sind noch nie Probleme gelöst und Volkswirtschaften gerettet worden. Es ist wie bei des Kaisers neuen Kleidern: alle beklatschen feige, korrupt oder abzockend eine nicht vorhandene Pracht, bis das Kartenhaus in sich zusammenfällt. Investoren sind über sowas nicht erfreut, nur die Zocker und die Politprofiteuere.

Kronecker

03.08.2012, 21:50 Uhr

DOW fast zwei Prozent, DAX fast vier Prozent im Plus an einem Tag: Anleger im "Kaufrausch", ist in den letzten Tagen einige Male passiert. Schön. Aber, gings umgekehrt nach unten, dann würden wir vom "irrationalen" Markt und "irrationalen" Anleger lesen. Die Deutsche Bank gibt zwei Prozent für ein Jahr.

car

04.08.2012, 01:06 Uhr

KEINE Logische Schlussfolgerung!
Die Börse völlig losgelöst von Fakten.
Neue Jobs ca. 160.000 statt wie erwartet 100.000.
Arbeitslosigkeit: Anstieg um. 0.1%-Punkte, von 8.2 auf 8.3 (siehe Zeitung die Welt). Ergo: es sieht nicht so rosig aus und trotzdem wird gejubelt?

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