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17.10.2012

22:45 Uhr

Börse New York

Hauchdünnes Plus an der Wall Street

Guten Quartalsberichten folgen nun schwache Zahlen von IBM und Intel. Die Berichte sorgten für negative US-Börsen. Doch erfreuliche Daten vom US-Immobilienmarkt hellten die Stimmung ein wenig auf.

Lange Gesichter an der Wall Street. Schwache Quartalszahlen drücken die Kurse. dapd

Lange Gesichter an der Wall Street. Schwache Quartalszahlen drücken die Kurse.

New YorkDer New Yorker Aktienmarkt hat am Mittwoch mit leichten Kursgewinnen geschlossen. Positive Daten vom lange kriselnden US-Immobilienmarkt trieben die Wall Street am Mittwoch an und weckten Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung.

Die Zahl der Baubeginne von Wohnungen stieg um 15 Prozent auf eine Jahresrate von 872.000 - der höchste Anstieg seit Sommer 2008. Allerdings reagierten Händler enttäuscht auf die Quartalszahlen der Börsenschwergewichte Intel und IBM. Bilanz und Ausblick der Technologieriesen versetzten den Hoffnungen der Anleger auf eine Konjunkturerholung einen Dämpfer. Für etwas Erleichterung sorgte die Bank of America. Das Institut konnte den befürchteten Verlust vermeiden und sich knapp in der Gewinnzone halten

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem hauchdünnen Plus bei 13.557 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.468 und 13.561 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1460 Punkten, ein Aufschlag von 0,4 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent und ging mit 3104 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt ging der Dax mit einem Anstieg von 0,3 Prozent bei 7394 Punkten aus dem Handel.

IBM und Intel verstimmten die Anleger mit ihren Bilanzen. "IBM and Intel waren schwach", sagte Scott Schermerhorn von Granite Investment Advisors. "Aber es ist nicht überraschend, dass solche global tätigen Unternehmen von dem Konjunkturabschwung in Europa und in den Schwellenländern getroffen werden."

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Der Chipriese Intel enttäuschte mit einem Gewinn- und Umsatzrückgang sowie einem ernüchternden Ausblick. Eine baldige Erholung des PC-Geschäfts ist nicht in Sicht. Die Aktie gab 2,4 Prozent nach.

Dem IT-Dienstleister IBM brockten Verzögerungen bei Großaufträgen vor der Präsidentenwahl einen Umsatzrückgang von fünf Prozent auf 24,7 Milliarden Dollar ein. Die IBM-Aktie rutschte fast fünf Prozent ab.

Die Aktien der Bank of America gaben leicht nach, obwohl das Institut für das dritte Quartal einen Nettogewinn von 340 Millionen Dollar auswies und den von Analysten erwarteten Verlust vermied. Das Geldhaus konnte damit ebenso wie zuvor die Rivalen Citigroup und Goldman Sachs die Expertenprognosen übertreffen, nachdem Branchenprimus JPMorgan und Wells Fargo enttäuscht hatten. "Die Bilanzsaison ist mit einiger Skepsis gestartet, doch insgesamt kann man zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen sein", sagte Schermerhorn. "Die Dinge scheinen sich für die Banken zu bessern."

Um knapp zwei Prozent zulegen konnten die Titel des Eigenheimbauers Toll Brothers. Dieser profitierte von ermutigenden Daten vom Immobilienmarkt.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 690 Millionen Aktien den Besitzer. 2041 Werte legten zu, 900 gaben nach und 134 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Milliarden Aktien 1486 im Plus, 943 im Minus und 139 unverändert.

Von

rtr

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