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29.09.2014

23:24 Uhr

Börse New York

Hongkong-Unruhen verunsichern Anleger

Hongkong galt immer als stabil und investitionsfreundlich. Doch die Proteste und Polizisten in Kampfausrüstung zeichnen nun ein anderes Bild. Die Anleger reagierten verunsichert. Für Furore sorgen hingegen Übernahmen.

Händler an der New York Stock Exchange. Der neue Krisenherd Hongkong drückt auf die Stimmung. AFP

Händler an der New York Stock Exchange. Der neue Krisenherd Hongkong drückt auf die Stimmung.

New YorkKonjunktursorgen haben am Montag den Anlegern an den US-Aktienmärkten zu schaffen gemacht. Die Demonstrationen in Hongkong lösten Ängste aus, dass der Konjunkturmotor China ins Stottern geraten könnte. Viele Anleger fürchteten, die Proteste könnten auf das gesamte Land und damit auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt überschwappen, sagte Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX. Dabei sei das Wachstum ohnehin nicht mehr sonderlich hoch. "Springt der Motor China nicht bald wieder an, hieße das auch für die gesamte Weltwirtschaft, noch einen Gang runter zu schalten." In New York verwiesen Analysten darauf, dass Hongkong als stabil und investitionsfreundlich gelte. Somit hätten die Ereignise eine andere Dimension als in Syrien oder dem Irak.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,25 Prozent tiefer auf 17.071 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor ebenfalls 0,25 Prozent auf 1977 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,1 Prozent auf 4505 Punkte nach.

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien des Hollywood-Trickfilmstudios DreamWorks mit einem Plus von 26 Prozent hervor. Der japanische Telekommunikationskonzern SoftBank will den Macher von Hits wie "Shrek" oder "Madagascar" Insidern zufolge kaufen. Das Angebot bewertet DreamWorks mit 3,4 Milliarden Dollar.

Die Beteiligungsgesellschaft Vista Equity Partners erwirbt den Softwarehersteller Tibco Software für 4,3 Milliarden Dollar. Tibco-Aktien kletterten an der Nasdaq 21 Prozent.

Daten vom US-Immobilienmarkt setzten den Aktien des Sektors dagegen zu. Dabei zählten die Titel von KB Home, Meritage Homes und Ryland mit Abschlägen bis zu 2,4 Prozent zu den größten Verlierern. Im August sank die Zahl der Käufe von bestehenden Eigenheimen stärker als erwartet.

Die besten Börsenfilme

Rang 1

Wall Street I

Hauptdarsteller: Charlie Sheen und Michael Douglas
Jahr: 1987
Der Klassiker der Börsenfilme, in dem der Wall-Street-Guru Gordon Gekko seinem Jünger beibringt, dass es immer „nur um die Kohle geht“. Ein Film der die Gier kritisiert - und ein bisschen vergöttert.

Rang 2

Wolf of Wall Street

Hauptdarsteller: Leonardo Di Caprio
Jahr: 2014
Aufstieg und Fall des Börsenmaklers Jordan Belfort. Mit krummen Börsengeschäften und Geldwäsche wird Belfort in den 1990er-Jahren zum Millionär. Er feiert eine einzige Orgie mit Parties, Sex und Drogen. Doch die Ermittler sind ihm auf der Spur. Basiert (weitgehend) auf wahren Begebenheiten. Regie führte Martin Scorsese.

Rang 3

High Speed Money

Hauptdarsteller: Ewan McGregor und Anna Friel
Jahr: 1999
Ein Film über die Pleite der Barings Bank und die Rolle, die die Börsengeschäfte des Nick Leeson dabei spielten. Basierend auf einer wahren Geschichte und dem Buch von Nick Leeson.

Rang 4

Margin Call – Der große Crash

Hauptdarsteller: Kevin Spacey und Paul Bettany
Jahr: 2011
Ein Mitarbeiter einer Großbank entdeckt eine Menge fauler Papiere bei seiner Bank. Damit die Bank nicht pleitegeht, müssen die „faulen Eier“ schnell das Nest verlassen - egal um welchen Preis.

Rang 5

American Psycho

Hauptdarsteller: Christian Bale und Justin Theroux
Jahr: 2000
Der Investmentbanker Patrick Bateman möchte zur Elite gehören. Nichts ist ihm wichtiger als materieller Reichtum. Doch er hat ein Problem: In seinen Depressionen tötet er wahllos Obdachlose und Prostituierte - denkt er.

Rang 6

Die Glücksritter

Hauptdarsteller: Dan Aykroyd und Eddie Murphy
Jahr: 1983
Die steinreichen und exzentrischen Gebrüder Duke, beides Warentermin-Börsenmakler, schließen eine Wette ab und wollen sehen, ob Erfolg angeboren ist. Dazu tauschen sie ihren Vorstandsvorsitzenden gegen einen Bettler ein. Doch der Bettler hat auch ein Wörtchen mitzureden.

Rang 7

Inside Job

Hauptdarsteller: Matt Damon (Erzähler im engl. Original)
Jahr: 2010
Ein Dokumentarfilm über die Finanzkrise 2007. Der Film bekam 2011 einen Oskar für den besten Dokumentarfilm. Der Name des Films verrät dabei schon, worum es geht: Inside Job ist die englische Bezeichnung für den Fall, wenn ein Insider seinem Unternehmen schadet.

Rang 8

Das Geld anderer Leute

Hauptdarsteller: Danny DeVito und Gregory Peck
Jahr: 1991
Eine Filmkomödie, in der der „Liquidator“ Konkurrenten aufkauft und ausschlachtet. Doch an einem Fall hat er besonders zu knabbern, denn er verliebt sich in die feindliche Anwältin. Schlüsselszene ist die Aktionärsversammlung der Firma, die übernommen werden soll.

Rang 9

Let’s make Money

Regie: Erwin Wagenhofer
Jahr: 2008
Dokumentarfilm über das System der Finanzwirtschaft - und wie man sein Geld für sich arbeiten lassen kann.

Rang 10

Enron – The smartest guys in the room

Hauptdarsteller: Peter Coyote (Erzähler)
Jahr: 2005
Ein Dokumentarfilm über eine der größten Firmenpleiten der USA. Eine Geschichte über Bilanzbetrug und geheime Machenschaften.

Rang 11

Wall Street 2

Hauptdarsteller: Michael Douglas und Shia LaBeouf
Jahr: 2010
Die Fortsetzung des Klassikers „Wall Street“. Gordon Gekko tritt wieder auf den Plan, nur etwas älter. Schließlich hat er die letzten 23 Jahre im Gefängnis verbracht.

Rang 12

Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum

Hauptdarsteller: Giovanni Ribisi und Vin Diesel
Jahr: 2000
Um bei seinem Vater Eindruck zu schinden, übernimmt Seth Davis eine Stelle aus Börsenmakler. Dort erfährt er, dass die hohen Gewinne der Firma mit illegalen Methoden erwirtschaftet werden.

Rang 13

Kapitalismus – eine Liebesgeschichte

Regie: Michael Moore
Jahr: 2009
Dokumentarfilm des USA-Kritikers Michael Moore. Ganz im Stile Moores wird hier kein Blatt vor den Mund genommen und die USA mit dem alten Rom verglichen: Brot und Spiele, damit das Volk ruhig bleibt und die Finanzmachenschaften der Elite nicht mitbekommt.

Rang 14

The Bank

Hauptdarsteller: David Wenham und Anthony LaPaglia
Jahr: 2001
Der Chef einer Bank wird auf einen Mathematiker aufmerksam, der mit Hilfe einer Software die Börsentrends vorhersagen kann. Die beiden schließen ein Bündnis der Gier, das nicht lange halten kann.

Zu den größten Verlierern zählten die Aktien von Ford mit einem Abschlag von 7,5 Prozent. Der Autobauer enttäuschte die Börsianer mit seinem Ausblick.

In Frankfurt verlor der Dax 0,7 Prozent auf 9422 Punkte, der EuroStoxx50 büßte ein Prozent ein. Konjunkturdaten enttäuschten die Anleger. In der Euro-Zone trübt sich die Stimmung in den Unternehmen immer weiter ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 650 Millionen Aktien den Besitzer. 1271 Werte legten zu, 1801 gaben nach, und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,71 Milliarden Aktien 1183 im Plus, 1503 im Minus und 128 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 13/32 auf 99-1/32. Die Rendite fiel auf 2,49 Prozent. Der 30-jährige Bond stieg 24/32 auf 99 und rentierte mit 3,18 Prozent. Angesichts der Proteste in Hongkong seien die Anleihen als sicherer Hafen gesucht gewesen, sagten Marktbeobachter.

Von

rtr

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