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17.05.2011

22:38 Uhr

Börse New York

HP und Konjunktursorgen belasten US-Börsen

Das Geschäft des Tech-Giganten Hewlett Packard schwächelt. Die HP-Aktie verliert nach Gewinnwarnung acht Prozent. Auch der US-Immobilienmarkt birgt Grund zur Sorge. Wal-Mart kämpft weiter gegen Umsatzrückgang in den USA.

Wall Street: Dow Jones gibt weiter ab. Quelle: ap

Wall Street: Dow Jones gibt weiter ab.

New YorkEine Gewinnwarnung des weltgrößten Computerkonzerns Hewlett Packard und schwache Konjunkturdaten haben dem Dow Jones auch am Dienstag ein Minus beschert.

HP warnte angesichts eines schwächelnden PC-Geschäfts und der Auswirkungen des Erdbebens in Japan vor Einbußen auch beim Umsatz. „Die Investoren werden nun genau auf andere große Tech-Konzerne wie Dell blicken“, sagte der Handelsstratege Sal Arnuk von Themis Trading. Die Frage sei, ob die Probleme auf HP und wenige andere Firmen begrenzt blieben oder auf einen Trend hinwiesen.

Kein dominantes Thema an den US-Börsen war die Entwicklung der Euro-Schuldenkrise, wo eine Laufzeitverlängerung für griechische Schulden ins Gespräch gebracht wurde. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 0,55 Prozent auf 12.479 Punkte. Während des Tages pendelte er zwischen den Marken von 12.378 und 12.541.

Der breiter gefasste S+P 500 gab 0,04 Prozent auf 1328 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schaffte zum Handelsschluss den Sprung in die Gewinnzone und schloss mit einem Plus von 0,03 Prozent 2783 Stellen.

In Frankfurt schloss der Dax 1,8 Prozent tiefer mit 7256 Punkten. Die Wirtschaftserholung in den USA erlitt im April einen Rückschlag. Der US-Immobilienmarkt entwickelte sich schlechter als erwartet. Die Zahl der Wohnbaubeginne gaben aufs Jahr hochgerechnet um 10,6 Prozent auf 523.000 nach. Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime fiel um vier Prozent. Zudem drosselte die Industrie ihre Produktion erstmals seit zehn Monaten. Als Grund gelten Lieferunterbrechungen nach dem Beben in Japan. Besonders betroffen war die Autoindustrie. Im gesamten Verarbeitenden Gewerbe - zu dem auch Energieversorger und der Bergbau gehören - stagnierte die Produktion. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet.

HP-Aktien brachen um 7,3 Prozent ein. Das vom deutschen Manager Leo Apotheker geführte Unternehmen erklärte, neben den Folgen der Japan-Krise laste auch eine anhaltend schwache Nachfrage von Privatkunden nach PCs auf dem Geschäft. Zudem erwarte HP einen geringeren Betriebsgewinn in der Sparte Dienstleistungen. HP zog andere Technikwerte mit nach unten. So gaben Intel 0,4 Prozent nach. Der Konzern teilte mit, bei ihm entwickele sich das laufende Quartal wie geplant.

Papiere von Wal-Mart fielen um 0,9 Prozent. Der weltgrößte Einzelhändler kämpft angesichts der unsicheren Wirtschaftslage auf seinem Heimatmarkt weiter mit einem Kundenschwund. Gute Geschäfte in Übersee spülten insgesamt zwar unerwartet viel Geld in die Kassen des Konzerns. Der US-Umsatz sank aber das achte Quartal in Folge.

Gegen den Trend stiegen Aktien von Home Depot um 1,1 Prozent. Die größte US-Baumarkt-Kette hatte ihre Prognose für den Jahresgewinn trotz eines schwachen Starts in das Frühlingsgeschäft angehoben. An der New York Stock Exchange wechselten rund 970 Millionen Aktien den Besitzer. 1298 Werte legten zu, 1778 gaben nach, und 29 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,22 Milliarden Aktien 1063 im Plus, 1538 im Minus und 111 unverändert.

Von

rtr

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