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20.10.2014

23:58 Uhr

Börse New York

IBM enttäuscht die Wall Street

In dieser Woche legen 130 Konzerne aus dem S&P 500 ihre Quartalsbilanzen vor. Am Montag sorgt IBM für den ersten Flop – die Aktien des IT-Riesen brechen ein. Doch zum Handelsschluss liegen alle Indizes im Plus.

Ein IBM-Messestand wird abgebaut. Die Aktie des Interneturgesteins musste heute kräftig Federn lassen. dpa

Ein IBM-Messestand wird abgebaut. Die Aktie des Interneturgesteins musste heute kräftig Federn lassen.

New YorkDie US-Aktienmärkte haben zum Wochenstart zugelegt. Zwar drückten schwache Quartalzahlen von IBM auf die Stimmung. Andere Unternehmen überraschten aber positiv und sorgten damit für Kauflaune.

"Einige der Sorgen aus der Vorwoche haben sich gelegt", sagte Jack Albin, Anlagestratege bei der BMO Private Bank in Chicago. "Je mehr sich die Leute auf die fundamentalen Werte, auf Umsätze und Gewinne konzentrieren, desto mehr Aktien haben Aufwärtspotenzial."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent fester mit 16.399 Punkten nahezu auf Tageshoch. Im Verlauf war er zwischen 16.260 und 16.401 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 0,9 Prozent auf 1904 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,4 Prozent auf 4316 Stellen. Der Deutsche Aktienindex Dax hatte 1,5 Prozent auf 8717,76 Punkte nachgegeben. Die Angst vor einem Konjunktureinbruch hole Anleger in Europa wieder ein, hatte es geheißen.

Wovor sich Anleger hüten sollten

Falsche Sicherheit

Fühlen sie sich nicht zu sicher - denn dieses Gefühl kommt immer vor bösen Überraschungen.

Rendite ohne Risiko

Es gibt keine Rendite ohne Risiko. Was man dagegen oft bekommt: Risiko ohne Rendite.

Zocken mit dem Sparschwein

Ersparnisse aus 35 Jahren harter Arbeit in eine Geldanlage zu stecken, die man nur 15 Minuten analysiert hat - böser Fehler.

Ungeduld

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Halbwissen

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Zu viel Selbstsicherheit hat noch nie gut getan. Wer meint, alle Gewinne beruhten auf Können, alle Verluste aber seien Pech, ist auf der falschen Fährte.

Daytrading

Man hat keine Chance gegen den Zufall und Super-Computer, die innerhalb von Millisekunden mehr Entscheidungen treffen als ein Anleger in einem ganzen Leben.

Crashpropheten

Hören Sie besser nicht auf Menschen, die ständig vor dem Untergang warnen. Es soll Leute geben, die 128 der letzen zwei Crashs richtig vorhergesagt haben...

Bei IBM wurden Investoren von einer unerwartet schwachen Geschäftsentwicklung im Quartal verschreckt. Zudem gibt IBM sein defizitäres Halbleitergeschäft an den Auftrags-Chipfertiger Globalfoundries ab - und zahlt dafür eine Mitgift von 1,5 Milliarden Dollar. Die Aktie verlor 7,1 Prozent.

Berichtssaison als Lackmustest für die Wall Street

Experten sehen die angelaufene Berichtssaison in den USA als Lackmustest für die Bewertungen am Aktienmarkt. Zwar habe IBM die Erwartungen verfehlt, andere Unternehmen hätten allerdings besser abgeschnitten als gedacht, sagte ein Börsianer. Sollte die Berichtssaison insgesamt solide verlaufen, könnten die Konjunktursorgen der Investoren nachlassen.

Bedenken in puncto Wirtschaftswachstum hatten den Aktienmarkt in den vergangenen Wochen stark belastet. Zudem behalten die Investoren die US-Notenbank im Blick. Die Fed dürfte Ende Oktober das Ende ihrer milliardenschweren, zur Unterstützung der Konjunktur initiierten Anleihekäufe beschließen.

„Es gibt keinen Grund, die Käufe Ende Oktober nicht zu beenden“, hatte der Präsident der regionalen Notenbank von Dallas, Richard Fisher, am Montag dem Fernsehsender CNBC gesagt. „Die Lage der US-Wirtschaft bessert sich“. Die jüngsten Marktturbulenzen hätten an dem Ausblick nichts geändert.

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