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29.07.2014

23:02 Uhr

Börse New York

Indizes schließen im Minus

Am Dienstag haben die Quartalsergebnisse den Handel zunächst angehoben. Doch zum Ende des Tages drehten die Indizes ins Minus. Grund waren auch die Nachrichten über verschärfte Sanktionen von EU und USA gegen Russland.

Mit einem leichten Plus startet der Dow-Jones-Index in die Woche. Grund sind gute Unternehmenszahlen. dapd

Mit einem leichten Plus startet der Dow-Jones-Index in die Woche. Grund sind gute Unternehmenszahlen.

New YorkDie US-Aktienindizes haben nach einem freundlichen Verlauf im späten Handel nachgegeben und leichter geschlossen. Einige gute Unternehmenszahlen sorgten am Dienstag zunächst für Entspannung. Dies wurde jedoch zunehmend von der sich zuspitzenden Ukraine-Krise überlagert: Nachdem zunächst die Europäische Union verschärfte Sanktionen gegen Russland beschlossen hatte, verkündete auch die US-Regierung zusätzliche Strafmaßnahmen.

Der Dow Jones Industrial endete mit einem Minus von 0,42 Prozent bei 16 912,11 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,45 Prozent auf 1969,95 Punkte. Für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 0,21 Prozent auf 3959,03 Punkte nach unten.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

Von Konjunkturseite kamen am Dienstag uneinheitliche Signale. In den USA ist die Stimmung der Verbraucher so gut wie seit Oktober 2007 nicht mehr. Der Index für das Verbrauchervertrauen war im Juli im Vergleich zum Vormonat auf 90,9 Punkte gestiegen, während Volkswirte lediglich mit 85,4 Punkten gerechnet hatten. Dagegen schwächte sich der Preisanstieg am US-Häusermarkt im Mai binnen Jahresfrist weiter ab. Der S&P/Case-Shiller-Index sank um 0,31 Prozent, wohingegen Analysten ein Plus von 0,30 Prozent erwartet hatten.

Unter den Einzelwerten waren AT&T mit einem Plus von 2,64 Prozent Spitzenreiter im Dow Jones. Verizon-Titel gewannen 0,76 Prozent. Die Papiere der Telekomkonzerne stiegen, nachdem das Netzwerk- und Elektronikunternehmen Windstream angekündigt hatte, einige Unternehmensteile abzuspalten. Windstream-Aktien schnellten zeitweise um mehr als 20 Prozent in die Höhe und retteten ein Plus von mehr als zwölf Prozent ins Ziel.

Die Papiere des Pharma-Schwergewichts Merck & Co reagierten mit einem Plus von gut einem Prozent positiv auf die aktuellen Quartalszahlen. Dank Kosteneinsparungen hatte das Unternehmen den Gewinn mehr als verdoppelt, der Umsatz war hingegen etwas zurückgegangen. Das untere Ende der angepeilten Jahresgewinnspanne hob Merck an. Bei Konkurrent Pfizer hatten schrumpfende Viagra-Verkäufe und ungünstige Währungseffekte für einen Umsatzschwund gesorgt. Die Titel gaben um 1,23 Prozent nach.

Die UPS-Aktien büßten 3,70 Prozent ein. Hohe Investitionen und die Absicherung früherer Mitarbeiter hatten am Quartalsgewinn des Paketdienstes gezehrt, der sich mehr als halbierte. Trotz wachsender Paketmengen sieht es auch für das Gesamtjahr schlechter aus: Selbst wenn man die Kosten für die Ausgliederung der Krankenversicherung pensionierter Mitarbeiter herausrechnet, soll der Gewinn je Aktie nun geringer ausfallen als bisher angekündigt. Damit enttäuschte UPS die Erwartungen der Analysten

Der Kurs des Euro verharrte auch im US-Handel nach dem starken US-Verbrauchervertrauen in der Minuszone. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3410 Dollar. Richtungweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 7/32 auf 100 11/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,46 Prozent.

Von

rtr

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