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19.05.2014

23:45 Uhr

Börse New York

Internetaktien schieben die Wall Street ins Plus

Nach anfänglichen Verlusten schlossen die US-Börsen mit einem Plus. Der Nasdaq gewann 0,9 Prozent. Wie in Europa agieren aber auch US-Anleger nach den Hochs in den vergangenen Wochen zurückhaltend. AstraZeneca brach ein.

Leichte Kursverluste an der Wall Street: Nach der Rekordjagt der vergangenen Monate agieren die Händler nun vorsichtig. dapd

Leichte Kursverluste an der Wall Street: Nach der Rekordjagt der vergangenen Monate agieren die Händler nun vorsichtig.

New YorkDie Wall Street ist mit Kursgewinnen in die Woche gestartet. Internet- und Biotech-Aktien verhalfen am Montag vor allem der technologielastigen Nasdaq ins Plus. Außerdem stützten relativ niedrige Renditen am Anleihenmarkt die Aktienbörsen. Anleger engagierten sich hier weiterhin mangels attraktiver Alternativen. "Das verhindert vielleicht einen Rückgang, der am Aktienmarkt schon etwas überfällig ist", sagte Stephen Massocca von Wedbush Equity Management.

Allerdings bleiben viele Anleger vorsichtig. Denn die Stärke der Konjunkturerholung ist ungewiss. "Wir bekommen weiter gemischte Hinweise auf die Wirtschaftsentwicklung", sagte Anlagestratege Tim Ghriskey von Solaris Group. Noch fehle der eindeutige Beleg dafür, dass das Wachstum so kräftig anziehe, wie der Markt bereits vorweggenommen habe, ergänzte Kollege Mark Luschini von Janney Montgomery Scott.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,1 Prozent auf knapp 16.512 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 16.442 und 16.526 Stellen gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 rückte 0,4 Prozent vor auf 1885 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,9 Prozent auf fast 4126 Stellen zu. In Frankfurt ging der Dax 0,3 Prozent fester aus dem Handel auf 9659,39 Punkten.

Übernahmepläne im Blick

An der Wall Street sorgten Neuigkeiten zu Übernahmevorhaben für kräftige Kursbewegungen. Die in den USA gehandelten Aktien der britischen AstraZeneca brachen um zwölf Prozent ein. Der Arzneimittelhersteller lehnte auch das auf über 117 Milliarden Dollar aufgestockte Angebot des US-Rivalen Pfizer ab. Damit steht die größte Fusion in der Geschichte der Pharma-Branche womöglich vor dem Aus. Pfizer-Papiere verteuerten sich dagegen um 0,5 Prozent.

Auf der Verkaufsliste standen Anteilsscheine von AT&T, die ein Prozent abrutschten. Der US-Mobilfunker übernimmt für knapp 50 Milliarden Dollar den führenden US-Bezahlfernsehsender DirecTV. Dessen Kurs gab 1,8 Prozent nach.

Um 2,3 Prozent abwärts ging mit den Aktien von Campbell Soup. Der weltgrößte Suppenhersteller senkte seine Umsatzerwartung für das laufende Geschäftsjahr.

An der Nasdaq stiegen die Papiere der Online-Videothek Netflix um 4,2 Prozent und die von Vertex Pharma um 3,4 Prozent.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

An der New Yorker Börse wechselten rund 0,58 Milliarden Aktien den Besitzer. 1960 Werte legten zu, 1063 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,58 Milliarden Aktien 1822 im Plus, 813 im Minus und 106 unverändert.

Die Kurse an den US-Kreditmärkten gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 7/32 auf 99-20/32. Die Rendite betrug 2,54 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 27/32 auf 99-22/32 vor und rentierte mit 3,39 Prozent.

Von

rtr

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