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17.06.2014

23:54 Uhr

Börse New York

Irak-Angst an der Wall Street lässt nach

Vor der morgigen geldpolitischen Sitzung der Fed halten viele Aktionäre ihr Pulver trocken. Für Zurückhaltung an den US-Börsen sorgen zudem die kritischen Lagen in der Ukraine und dem Irak sowie schwache Konjunkturdaten.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Wall Street wartet auf Yellen

Wie der Wall-Street-Handel lief: Wall Street wartet auf Yellen

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New YorkEtwas weniger Sorgen vor einer Ausweitung der Irak-Krise haben an der Wall Street zu steigenden Kursen geführt. Stattdessen konzentrierten sich Anleger mehr auf die Verbraucherpreise, die auf eine höhere Inflation und damit einen Konjunkturaufschwung hindeuteten. Dies half vor allem Banktiteln. Doch insgesamt hielten sich die Gewinne in Grenzen, und zunächst war das Aktiengeschäft auch kaum in Schwung gekommen. Schließlich ließen viele Anleger zum Start der zweitägigen geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank Fed Vorsicht walten. Sie erhoffen sich Hinweise auf Umfang und Zeitpunkt einer weiteren geldpolitischen Straffung von den für Mittwoch erwarteten Erläuterungen von Fed-Chefin Janet Yellen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 16.823 und einem Tief von 16.732 Punkten. Er schloss 0,2 Prozent fester bei 16.808 Zählern. Auch der breiter gefasste S&P-500 legte 0,2 Prozent zu auf 1941 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,4 Prozent auf 4337 Zähler. In Frankfurt ging der Dax ebenfalls 0,4 Prozent fester mit 9920 Zählern aus dem Handel.

Enttäuschende Konjunkturdaten

Die US-Börsianer reagierten zwar zunächst verschnupft auf eine Abkühlung der heimischen Baukonjunktur: Die Zahl neu begonnener Wohnungsbauten fiel im Mai um 6,5 Prozent und die Zahl der Baugenehmigungen um 5,9 Prozent. „Dies ist das zweite Quartal - das Vierteljahr, das nach der wetterbedingten Schwäche im ersten Quartal den Aufschwung bringen sollte“, erklärte Art Hogan von Wunderlich Securities.

Dagegen kletterten die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent - so stark wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Dies dürfte die Sorge einiger Fed-Mitglieder dämpfen, dass die Inflation zu gering ausfällt. „Wir schwanken zwischen der Konzentration auf Fundamentaldaten und der Sorge über den Irak“, erklärte Hogan. „Und offensichtlich wird die morgige Stellungnahme der Fed viel wichtiger als die heutigen Konjunkturdaten sein.“ Analysten erwarten, dass die Fed eine weitere Reduzierung der monatlichen Wertpapierkäufe auf 35 von derzeit 45 Milliarden Dollar ankündigen wird.

Bei den Einzelwerten stiegen Papiere von GW Pharmaceuticals um 16 Prozent. Der Arzneimittelhersteller hatte zuvor mitgeteilt, dass die Entwicklung eines Epilepsie-Mittels auf Cannabis-Basis gut vorankomme. Yingli Green Energy erhöhten sich um mehr als zwölf Prozent, nachdem der Konzern mit einem Sparkurs seinen Verlust im Quartal fast halbieren konnte.

Oracle will einem Medienbericht zufolge für mehr als fünf Milliarden Dollar die Software-Schmiede Micros Systems übernehmen. Micros-Aktien verteuerten sich um fast 15 Prozent. An der New York Stock Exchange wechselten rund 598 Millionen Aktien den Besitzer. 1891 Werte legten zu, 1125 gaben nach und 147 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 1794 Titel im Plus, 823 im Minus und 149 unverändert.

Von

rtr

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