Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.01.2015

22:48 Uhr

Börse New York

IWF-Prognosen belasten US-Aktienmarkt

Die Konjunkturprognosen des IWF belasten den Handel an der Wall Street. Doch zugleich werden Hoffnungen genährt, dass die US-Notenbank den Leitzins nicht zur Jahresmitte anhebt. Der Dow Jones tritt jedoch auf der Stelle.

US-Händler haben keinen Anlass zur Freude. Die Kurse rutschten am Dienstag ins Negative. AFP

US-Händler haben keinen Anlass zur Freude. Die Kurse rutschten am Dienstag ins Negative.

New YorkTrübere Aussichten für die Weltwirtschaft haben die Wall Street am Dienstag belastet. Auslöser waren die Konjunkturprognosen des Internationalen Währungsfonds. Er rechnet für dieses und kommendes Jahr mit einem schwächeren globalen Wachstum als zuletzt.

Dies allerdings nährte zugleich Hoffnungen, dass Zentralbanken mehr für eine Wirtschaftsbelebung tun. Nun sei es sehr unwahrscheinlich, dass die US-Notenbank den Leitzins bereits zur Jahresmitte wieder anheben werde, sagte Portfoliomanager Paul Nolte von KingsView Asset Management. Am Finanzmarkt gilt es bereits als sicher, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag ein großangelegtes Staatsanleihen-Kaufprogramm auf den Weg bringen wird.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss unverändert auf 17.515 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 2022 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,4 Prozent auf 4654 Punkte vor.

In Frankfurt ging der Dax 0,1 Prozent höher mit 10.257,13 Punkten aus dem Handel und erreichte den dritten Tag in Folge einen Schlussrekord.

Wie der Wall Street-Handel lief

Stärkerer Dollar setzt US-Unternehmen zu

Wie der Wall Street-Handel lief: Stärkerer Dollar setzt US-Unternehmen zu

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Unter den Einzelwerten in New York standen die vor der Fusion stehenden Öldienstleister Halliburton und Baker Hughes im Rampenlicht. Auf den Ölpreisverfall reagieren sie - wie bereits Branchenprimus Schlumberger - mit der Streichung von Tausenden von Arbeitsplätzen. Der Halliburton-Kurs stieg 1,8 Prozent, der von Baker Hughes gewann 1,2 Prozent.

Johnson & Johnson gaben dagegen 2,6 Prozent nach. Der Pharma- und Konsumgüterkonzern litt im vergangenen Quartal unter dem stärkeren Dollar. Der Umsatz lag unter den Markterwartungen.

Morgan Stanley verloren 0,4 Prozent. Im operativen Geschäft lief es für die Bank im vergangenen Quartal nicht rund: Die Einnahmen aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen brachen um 81 Prozent ein.

Im Blick standen auch die Büro-Händler Staples und Office Depot. Der Hegdefonds Starboard, der Anteile an beiden Unternehmen hält, dringt auf eine Fusion. Trotzdem verloren beide Aktien über vier Prozent.

Der Kurs des Devisenbrokers FXCM brach um fast 90 Prozent ein, nachdem die Papiere mehrere Tage vom Handel ausgesetzt waren. Die Firma leidet darunter, dass sich die Schweizer Notenbank aus dem Kampf gegen die Aufwertung des Frankens zurückgezogen hat.

Gefragt waren die Anteilsscheine von Orbitz Worldwide mit einem Kursplus von 8,6 Prozent. Das Online-Reisebüro erwägt einem Agenturbericht zufolge, sich zum Verkauf zu stellen.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

An der New York Stock Exchange wechselten rund 860 Millionen Aktien den Besitzer. 1203 Werte legten zu, 1895 gaben nach, und 114 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,82 Milliarden Aktien 1128 im Plus, 1639 im Minus und 111 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 6/32 auf 104-2/32. Die Rendite sank auf 1,797 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 31/32 auf 112-27/32 und rentierte mit 2,395 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit einer vergleichsweise hohen Rendite im Vergleich zu Staatspapieren aus europäischen Ländern.

Von

rtr

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

20.01.2015, 16:21 Uhr

Wen verwundert das denn?
Angesichts der Zwistigkeiten in der EZB - der größte Spieler in EU will nicht mit machen -,

Account gelöscht!

20.01.2015, 16:24 Uhr

- Fortsetzung, die Maschine spinnt:

.....könnte das Vorhaben der EZB die EWU spalten, damit die gesamte EU.

Das sollte sich bis nach USA herum gesprochen haben.
Die Reaktionen werden erratisch sein - jedenfalls noch zu Beginn, danach eindeutig gen Süden gehen.

Herr Pavlo Schwede

20.01.2015, 18:22 Uhr

Der Film "Wolf of Wall.." trifft den Kern...alles nur Luft und Wolken in einer berauschenden Umgebung die nur wenigen zugänglich ist und von Vielen finanziert wird.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×