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18.12.2014

23:34 Uhr

Börse New York

Janet Yellen macht US-Anleger glücklich

Die US-Anleger setzen am Donnerstag auf Konjunkturerholung - und treiben die Kurse kräftig nach oben. Gute Zahlen vom Arbeitsmarkt heben die Stimmung, von der besonders die Technologiebranche profitiert.

Ein US-Händler zeigt die Richtung an. An der Wall Street geht es weiter steil nach oben. ap

Ein US-Händler zeigt die Richtung an. An der Wall Street geht es weiter steil nach oben.

New YorkDie Aussicht auf eine Fortsetzung der Konjunkturerholung bei anhaltend niedrigen Zinsen hat der Wall Street auch am Donnerstag kräftig Auftrieb gegeben. Zu den Kursgewinnern gehörten vor allem Technologieaktien, die von starken Oracle-Ergebnissen beflügelt wurden.

"Die wirtschaftliche Lage bessert sich, es geht voran", sagte Marktstratege James Liu von JPMorgan Funds. Bekräftigt wurden die Konjunkturoptimisten durch neue Zahlen, die die Stabilisierung des Arbeitsmarktes untermauern. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen geringer aus erwartet.

Für gute Stimmung sorgte weiter insbesondere das Zinssignal der US-Notenbank vom Mittwoch. Nach Worten von Fed-Chefin Janet Yellen wird der Leitzins wahrscheinlich noch nicht auf "einer der beiden nächsten Sitzungen" - also im Januar oder März - erhöht. "Es gilt weiter die allgemeine Erwartung, dass es im Juni dazu kommen wird", sagte Liu.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 17.778 Punkten 2,4 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.367 und 17.778 Punkten. Prozentual gesehen war es der stärkste Anstieg seit Dezember 2011. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2061 Zählern ebenfalls 2,4 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 2,24 Prozent und schloss bei 4748 Punkten. In Frankfurt war der Dax mit 9811 Punkten und damit einem Plus von 2,8 Prozent aus dem Handel gegangen.

Auf Unternehmensseite sorgte Oracle bei seinen Aktionären mit den Zahlen für das zweite Geschäftsquartal für Feierlaune. Der Software-Konzern hatte dank eines kräftigen Wachstums im Cloud-Geschäft die Erwartungen der Börse übertroffen. Die Titel sprangen um mehr als zehn Prozent auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2000 nach oben.

Die Titel des weltweit größten Biotechkonzerns Amgen verteuerten sich um etwas mehr als drei Prozent. Das Unternehmen hatte die Quartalsdividende wie erwartet kräftig nach oben geschraubt. Aufwärts ging es auch für Salix Pharmaceuticals. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr von Insidern, dass der Hedgefonds Paulson & Co bei dem Arzneimittelhersteller einsteigen will. Salix-Titel schlossen 3,5 Prozent höher.

Auch Öl-Titel legten zu, so Exxon Mobil um 2,3 Prozent. Am Donnerstag erholt sich der Ölpreis vorübergehend etwas, nur um im weiteren Verlauf erneut zu fallen. Aktien von Hertz Global Holdings zogen um 5,82 Prozent an. Zuvor war bekanntgeworden, dass Großinvestor Carl Icahn seine Beteiligung an dem Autovermieter aufgestockt hatte.

Der Kurs der Verbrauchermarktkette The Pantry gewann 2,7 Prozent. Das Unternehmen soll für 1,7 Milliarden Dollar vom kanadischen Wettbewerber Alimentation Couche-Tard übernommen werden.

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Der Kurs des Euro stand erneut unter Druck und fiel auf 1,2286 US-Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten rund 971 Millionen Aktien den Besitzer. 2525 Werte legten zu, 586 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Milliarden Aktien 2093 im Plus, 655 im Minus und 123 unverändert.

Kommentare (1)

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18.12.2014, 19:10 Uhr

Man wolle geduldig sein können.
Aus dieser Aussage von Yellen läßt sich nichts herauslesen:

Schwebezustand, der allerdings auch morgen schon vorbei sein kann.
Rücksicht auf andere Länder wird man erfahrungsgemäß nicht nehmen.

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