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06.07.2013

01:26 Uhr

Börse New York

Job-Daten beflügeln Wall Street

Die US-Wirtschaft hat im Juni deutlich mehr Jobs geschaffen, als erwartet. Die Arbeitslosenquote blieb aber unverändert. Die neuesten Zahlen gaben den US-Börsen einen Schub.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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New YorkDie Wall Street hat sich am Freitag unterstützt von positiven Konjunkturdaten freundlich präsentiert. Die US-Wirtschaft schuf im Juni deutlich mehr neue Stellen als erwartet: Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft kletterte um 195.000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 165.000 gerechnet. Die separat berechnete Arbeitslosenquote verharrte im Juni bei 7,6 Prozent.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 15.135 Punkten und damit knapp ein Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 14.971 und 15.137 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1631 Punkten ein Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls etwa ein Prozent und schloss bei 3479 Punkten. Auf Wochensicht legten der Dow 1,5 Prozent zu, der S&P-500 1,6 Prozent und die Nasdaq 2,2 Prozent.

Der Dax verlor 2,4 Prozent und verabschiedete sich bei 7806 Punkten. Damit verbuchte er auf Wochensicht ein Minus von 1,9 Prozent. Der EuroStoxx50 gab am Freitag 1,9 Prozent auf 2596 Punkte nach.

Börsianer hatten die US-Daten mit großer Spannung erwartet. Der amerikanische Arbeitsmarkt gilt derzeit als größtes Hindernis für ein stärkeres Wachstum und steht im Fokus der US-Notenbank Fed. Deren Chef Ben Bernanke hatte jüngst in Aussicht gestellt, die Währungshüter könnten ihren konjunkturstützenden Kurs der Geldpolitik noch in diesem Jahr verlassen und ihre milliardenschweren monatlichen Anleihekäufe bis Mitte 2014 beenden.

Die Umsätze an den New Yorker Börsen blieben dünn, weil viele Börsianer sich am Mittwoch nach einer verkürzten Sitzung in einen Kurzurlaub verabschiedet hatten. Am Donnerstag war die Wall Street wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen geblieben.
Zu den Gewinnern bei den Einzelwerten zählten am Freitag konjunktursensible Aktien wie Bankenwerte. Die Anteilsscheine von American Express verteuerten sich beispielsweise um 2,3 Prozent.

Spekulationen auf eine baldige Drosselung der US-Geldschwemme drückten dagegen die europäischen Aktienmärkte kräftig ins Minus. „Hält der US-Arbeitsplatzaufbau in ähnlicher Größenordnung in den kommenden drei Monaten an, kann ab Oktober mit einer Drosselung der Wertpapieraufkäufe gerechnet werden“, erklärte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank. „So empfindlich auch die Finanzmärkte in den vergangenen Wochen reagiert haben mögen, der erste Schritt zu einer Normalisierung der Geldpolitik ist ein gutes Signal.“

Die Aussicht auf eine Lösung für den Streit zwischen der Europäischen Union (EU) und China wegen angeblicher Dumping-Preise für chinesische Solarmodule beflügelte die Branche. An der Wall Street legten Trina, LDK<LDK.N, Yingli, Canadian Solar und JA Solar deutlich zu - Yingli und JA sogar um mehr als 13 Prozent.

Etwas Rückenwind könnten Dax und Dow von der einsetzenden Berichtssaison in den USA bekommen: „Die größten US-Unternehmen dürften ihren Gewinn - nach einem Rücksetzer im ersten Quartal - wieder gesteigert haben“, prognostiziert LBBW-Analyst Uwe Streich. Die Gewinnüberraschungen sollten jedoch nicht allzu üppig ausfallen.

Eingeläutet wird die US-Berichtssaison traditionell mit den Quartalszahlen des Aluminiumriesen Alcoa. Das Unternehmen legt am Montag nach Börsenschluss seine Daten vor, bis zum Wochenschluss folgen unter anderem die Großbanken JP Morgan Chase und Wells Fargo.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 624 Millionen Aktien den Besitzer. 1708 Werte legten zu, 1309 gaben nach und 79 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,25 Milliarden Aktien 1815 im Plus, 662 im Minus und 95 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

05.07.2013, 16:20 Uhr

Liebes HB,
greifen Sie jetzt zwecks Kosteneinsparung schon auf Grundschüler zurück ????
Der S+P-Future lag vor den Daten weit über 1% im Plus. Nun nicht mal mehr 0,5%.
Ihre Überschrift verhält sich also 100% gegensätzlich zur Realität.
Was Sie hier abliefern hat nicht mal mehr BLÖD-Niveau.

Bitte dringendst genauer arbeiten !

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