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04.10.2012

22:22 Uhr

Börse New York

Job-Daten und Draghi geben Wall Street Auftrieb

Gute Stimmung an der Wall Street. Positive Daten vom US-Arbeitsmarkt sorgen für einen freundlichen Handelsverlauf an der Wall Street. Die Äußerungen von EZB-Chef Draghi beruhigen die Investoren.

Händler an der NYSE: Positive Daten vom US-Arbeitsmarkt, sowie ermutigende Aussagen von EZB-Chef Draghi sorgen für eine gute Stimmung unter den Anlegern. (Foto:Richard Drew/AP/dapd) dapd

Händler an der NYSE: Positive Daten vom US-Arbeitsmarkt, sowie ermutigende Aussagen von EZB-Chef Draghi sorgen für eine gute Stimmung unter den Anlegern. (Foto:Richard Drew/AP/dapd)

New YorkErmutigende Daten vom US-Arbeitsmarkt und Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi zur Bewältigung der Schuldenkrise haben am Donnerstag den US-Aktienmärkten erneut Gewinne beschert. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stieg in der vergangenen Woche etwas weniger stark als erwartet. Die Krise am Arbeitsmarkt gilt als größte Hürde für ein stärkeres Wirtschaftswachstum und setzt Präsident Barack Obama kurz vor der Wahl im November unter Druck. Zudem erklärte Draghi, das neue Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank habe bereits zu Entspannung an den Märkten beigetragen. "Draghi hat dem Markt heute Vertrauen eingeimpft", sagte Analyst Art Hogan von Lazard Capital Markets. Davon profitierten vor allem Finanzwerte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent fester bei 13.575 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 13.495 und 13.594 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 0,7 Prozent auf 1461 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,5 Prozent auf 3149 Stellen. In Frankfurt ging der Dax dagegen mit einem Minus von 0,2 Prozent aus dem Handel.

"Draghi hat die Märkte heute nicht enttäuscht", sagte Analyst Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. Ebenfalls positiv aufgenommen wurde, dass das im Fokus der Märkte stehende Spanien sich bei drei Anleihe-Auktionen vier Milliarden Euro besorgen konnte und dabei deutlich niedrigere Zinsen zu zahlen hatte. Das hoch verschuldete Land zögert derzeit, ob es einen Antrag auf weitere Hilfen vom Euro-Rettungsfonds stellen soll. Das könnte für weitere Volatilität an den Aktienmärkten sorgen. Die EZB ist nach Aussagen ihres Chefs auf einen Antrag Spaniens vorbereitet und könnte ab sofort unbegrenzt Staatsanleihen überschuldeter Euro-Länder kaufen.

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Zu den Gewinnern an der Wall Street zählten unter anderem die Anleger von Finanzwerten: Goldman Sachs stiegen um 1,7 Prozent, Bank of America legten 3,3 Prozent zu, Morgan Stanley gewannen 2,6 Prozent. Bankwerte reagieren recht empfindlich auf die Entwicklungen in der Schuldenkrise.

Bei den Unternehmen standen auch Einzelhändler im Fokus, nachdem Costco seinen Umsatz auf vergleichbarer Basis um sechs Prozent und damit stärker als erwartet steigerte. Die Costco-Aktie verteuerte sich um 1,9 Prozent.

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Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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Weiter bergab ging es zunächst für den angeschlagenen Computerkonzern Hewlett Packard, der bereits am Mittwoch die Händler mit seiner Gewinnprognose für 2013 enttäuschte hatte. Die Papiere fielen zeitweise deutlich, gingen am Ende aber mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent aus dem Handel. Konkurrent Dell wurde nicht mehr in Mitleidenschaft gezogen und verzeichnete ein Plus von 0,4 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,67 Milliarden Aktien den Besitzer. 2170 Werte legten zu, 808 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,56 Milliarden Aktien 1670 im Plus, 815 im Minus und 93 unverändert.

Von

rtr

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