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02.07.2014

23:57 Uhr

Börse New York

Jobdaten schieben Wall Street an

US-Firmen schufen im Juni so viele Stellen wie seit Ende 2012 nicht mehr. Diese Zahlen schüren Spekulationen, dass die Notenbank ihre Geldpolitik schneller straffen wird. Bei den Einzelwerten verliert T-Mobile US.

Händler beobachten den Markt an der Wall Street in New York. ap

Händler beobachten den Markt an der Wall Street in New York.

New YorkÜberraschend starke US-Arbeitsmarktdaten haben der Wall Street am Mittwoch zu einem kleinen Plus verholfen. Die US-Firmen schufen im Juni so viele Stellen wie seit Ende 2012 nicht mehr. Die Zahl stieg dem privaten Arbeitsvermittler ADP zufolge um 281.000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 200.000 Stellen gerechnet. "Der deutlich über den Erwartungen liegende Bericht ist positiv einzustufen und unterstreicht die fortschreitende Erholung des US-Arbeitsmarktes", sagte Helaba-Analyst Johannes Jander. Am Donnerstag steht der offizielle US-Arbeitsmarktbericht an.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.976 Punkten um 0,1 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.949 und 16.986 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit 1974 Zählern um ebenfalls 0,1 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq schloss so gut wie unverändert bei 4457 Punkten.

Bei den Einzelwerten gaben die Aktien von T-Mobile US um knapp zwei Prozent nach. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat die Telekom-Tochter wegen des Verdachts auf Kundenbetrug vor einem Bundesgericht verklagt. Die Klage könnte T-Mobile US deutlich schaden, urteilte Equinet-Analyst Adrian Pehl. Zudem könnten die Anschuldigungen den sich anbahnenden Deal mit Sprint gefährden. Das amerikanische Mobilfunkunternehmen will die Telekom-Tochter übernehmen, um den Platzhirschen AT&T und Verizon Paroli zu bieten.

Superreiche und ihre Aktien: Die Top 10 seit 2008

Berechnung

Vergleich von Aktien aus der Milliardärsliste, die Bloomberg veröffentlicht. Nicht alle Superreichen gründen ihren Reichtum auf Unternehmen, die an der Börse notiert sind. Einige der Aktien erlauben zudem keine Betrachtung über fünf Jahre, die hier vorgenommen wurde.

Stand: Ende Januar 2013

Jeff Bezos

Die Aktie: Amazon               (906866)  Die Performance:             299,41%

Amancio Ortega             

Die Aktie:            Inditex 756434  Die Performance:           228,00%

Jorge Lemann  

Die Aktie:            Anheuser-Busch  590932  Die Performance:           107,95%

Bernard Arnault              

Die Aktie:            LVMH   853292  Die Performance:           100,39%

Larry Ellison       

Die Aktie:            Oracle   871460  Die Performance:           96,29%

Iris Fontbona

Die Aktie:            Antofagasta       867578  Die Performance:           66,39%

Stefan Persson

Die Aktie:            Hennes & Mauritz             872318  Die Performance:           56,00%

Familie Walton 

Die Aktie:            Wal-Mart            860853  Die Performance:           53,56%

Larry Page         

Die Aktie:            Google           A0B7FY      Die Performance:           49,01%

Liliane Bettencourt        

Die Aktie:            L'Oreal  853888  Die Performance:           38,39%

Gefragt waren die Aktien von Tyson Foods mit einem Kursaufschlag von 2,9 Prozent. Der Fleischverarbeiter kauft für 8,55 Milliarden Dollar den Fertiggerichtproduzenten Hillshire Brands.

Aktien von JPMorgan Chase gingen um ein Prozent nach unten. Der Chef der größten US-Bank, Jamie Dimon, ist an Kehlkopfkrebs erkrankt. Anleger reagierten nervös. "Einer der Hauptgründe, warum ich hier Aktionär bin, ist Jamie Dimon", sagte Michael Holland vom gleichnamigen Vermögensverwalter. "Was die Zahlen und seine Erfolgsbilanz angeht, ist er in der Finanzbranche einer der besten Vorstandschefs unserer Generation."

An der New York Stock Exchange wechselten rund 595 Millionen Aktien den Besitzer. 1120 Werte legten zu, 1930 gaben nach, und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,59 Milliarden Aktien 1181 im Plus, 1475 im Minus und 139 unverändert.

Auch die US-Staatsanleihen reagierten hauptsächlich auf die Arbeitsmarktdaten. Dies sei die wichtigste Kennzahl des Tages, erklärte Robert Tipp von Prudential Fixed Income. Die zehnjährigen Papiere fielen um 16/32 auf 98-29/32. Sie rentierten mit 2,62 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 3/32 auf 98-13/32 und hatten eine Rendite von 3,46 Prozent.

Von

rtr

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