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04.09.2014

22:51 Uhr

Börse New York

Jubel für die EZB hält nicht an

Fast wie in Frankfurt bejubelten die Aktionäre in New York den künftigen geldpolitischen Kurs der EZB. Auch starke US-Konjunkturdaten sorgten zunächst für Kaufanreize. Dennoch schlossen die Indizes leicht im Minus.

Freude in New York: Dow Jones & Co. notieren im Plus. AFP

Freude in New York: Dow Jones & Co. notieren im Plus.

New YorkDie Wall Street hat am Donnerstag nach einem überwiegend freundlichen Verlauf im Minus geschlossen. Händler begründeten die leichten Abschläge mit Kursverlusten bei Energiewerten. Außerdem seien die Börsianer vor dem für Freitag mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktbericht vorsichtig.

Eine überraschende Zinssenkung der EZB und ermutigende Konjunkturdaten hatten den US-Börsen zunächst leichten Auftrieb verliehen. Die Europäische Zentralbank (EZB) kappte den Leitzins auf ein neues Rekordtief von 0,05 Prozent, um gegen die drohende Deflation vorzugehen und die Konjunktur anzukurbeln. Die Maßnahme soll von weiteren Schritten flankiert werden.

Hoffnung auf eine stabile Erholung der US-Wirtschaft schöpften die Anleger kurzzeitig aus neuen Zahlen zum Handel. Im Juli fiel das US-Handelsdefizit auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 17.069 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.030 und 17.161 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,2 Prozent auf 1997 Zähler nach, ebenso die Technologiebörse Nasdaq, die mit 4562 Stellen schloss.

Die Aussicht auf neue Wellen billigen Geldes von der EZB schickten den Euro auf Talfahrt. Er sackte zeitweise mehr als 1,7 Prozent ab auf bis zu 1,2921 Dollar. Dax und EuroStoxx50 zogen dagegen an. Der deutsche Leitindex verabschiedete sich mit einem Plus von einem Prozent bei 9724,26 Punkten in den Feierabend. Sein pan-europäisches Pendant gewann 1,8 Prozent auf 3277,25 Zähler.

Wie der Wall Street-Handel lief

US-Anleger warten auf Arbeitsmarktdaten

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Bei den US-Einzelwerten waren vor allem Aktien von Tibco Software gefragt, die fast drei Prozent zulegten. Der SAP -Konkurrent kündigte eine Überprüfung seiner Strategie an, um den Unternehmenswert zu steigern. Die Anteilsscheine von Ciena brachen dagegen mehr als neun Prozent ein, nachdem der Netzwerkspezialist seine Quartalszahlen präsentiert hatte.

Der nach den Ankündigungen der EZB auf Talfahrt gegangene Euro sank um US-Handel noch etwas tiefer und stand zum Wall-Street-Schluss bei 1,2939 Dollar. Zeitweise war er sogar bis auf 1,2920 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Juli 2013. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,3015 (Mittwoch: 1,3151) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7683 (0,7604) Euro.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 630 Millionen Aktien den Besitzer. 1015 Werte legten zu, 2041 gaben nach und 126 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,71 Milliarden Aktien 1073 im Plus, 1600 im Minus und 137 unverändert.

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