Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.09.2012

19:33 Uhr

Börse New York

Jubelstimmung an der Wall Street

Das Stützungsprogramm der US-Notenbank beflügelt die US-Börsen. Unter anderem wird die Fed bestimmte Anleihen aufkaufen, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Die Händler jubeln.

Händler an der NYSE: Nach dem gestrigen Verfassungsurteil aus Karlsruhe gehen die Anleger wieder in Deckung. Die Entscheidung der US-Notenbank über die künftige Geldpolitik steht an. AFP

Händler an der NYSE: Nach dem gestrigen Verfassungsurteil aus Karlsruhe gehen die Anleger wieder in Deckung. Die Entscheidung der US-Notenbank über die künftige Geldpolitik steht an.

New YorkDie Ankündigung eines umfangreichen Wertpapier-Kaufprogramms durch die US-Notenbank Federal Reserve hat die Wall Street am Donnerstag beflügelt. Die Fed geht im Kampf um mehr Arbeitsplätze und ein Ende der zähen Wirtschaftskrise vor der Präsidentschaftswahl in die kontrollierte Offensive. So sollen unter anderem pro Monat für 40 Milliarden Dollar Immobilienpapiere erworben werden, um den schwächelnden Häusermarkt zu stärken, teilte die Federal Reserve nach einer an den Finanzmärkten mit Spannung erwarteten Sitzung ihres Offenmarktausschusses mit. Zudem wollen die Notenbanker ihren bei faktisch null Prozent liegenden Leitzins bis Mitte 2015 nicht erhöhen.

Das große Geschütz, weitere massive Staatsanleihenkäufe, sparten sich die Zentralbanker um Ben Bernanke zur Enttäuschung vieler Investoren aber auf - schließlich droht zum Jahreswechsel die nächste finanzpolitische Klippe, sollte sich der Kongress bis dahin nicht auf die Verlängerung von in der Krise gewährten Steuererleichterungen für viele US-Bürger einigen.

Devisen: Euro steigt über 1,30 Dollar

Devisen

Euro steigt über 1,30 Dollar

US-Notenbankchef Bernanke erklärte Donnerstagabend das neueste geldpolitische Lockerungsprogramm der Institution. Dem US-Dollar tat das nicht gut. Der Euro legt deutlich zu und überschritt die Marke von 1,30 US-Dollar.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,6 Prozent höher auf 13.539 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 13.325 und 13.573 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index rückte um 1,6 Prozent auf 1460 Zähler vor. Der Technologie-Index Nasdaq erhöhte sich um 1,3 Prozent auf 3155 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 7310 Punkten aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten stand Apple weiter im Fokus. Der Computer- und Elektronikhersteller hatte am Mittwoch noch während der Handelszeit sein neues iPhone angekündigt. Mehrere Broker-Häuser erhöhten in der Folge ihre Kursziele für den US-Konzern und verwiesen auf die unerwartet schnelle Markteinführung ab Freitag. Apple-Titel legten rund zwei Prozent zu.

Der zwanghafte Hype um Apple-Produkte

Video: Der zwanghafte Hype um Apple-Produkte

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Trotz der Ankündigung des Fusionsvorhabens von EADS und BAE Systems verteuerten sich die Aktien des Konkurrenten Boeing um knapp ein Prozent. Durch das Zusammengehen entstünde ein neuer Luftfahrt- und Rüstungsgigant, der mit einem Umsatz von 72 Milliarden Euro Boeing überrunden würde.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in den USA wieder. Sie erhöhte sich in der abgelaufenen Woche um 15.000 auf 382.000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit 370.000 gerechnet. In einigen Bundesstaaten wurden viele Mitarbeiter wegen der wirtschaftlichen Schäden durch den Hurrikan "Isaac" im Süden des Landes entlassen. In der Woche davor war die Zahl der Erstanträge noch gesunken.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 2346 Werte legten zu, 646 gaben nach und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 1783 im Plus, 674 im Minus und 130 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

cashca

14.09.2012, 08:45 Uhr


Jubelstimmung an der Wall Street
----------
die haben scvhon oft gejubelt.
Mal sehen, wielange der Jubel anhält.
Wahrscheinlich solange, wie die Staaten Geld spenden. Doch jeder kann sich ausrechnen, irgendwann geht auch denen das Geld aus.Denn, auch dieses Geld ist nur gepummt, es ist ja real nicht vorhanden. Alles nur Luftnummern. Da werden wieder viele aufs Kreuz gelegt werden-Geldgier macht eben blind für die Realitäten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×