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10.05.2013

22:28 Uhr

Börse New York

Konjunktur, Zinspolitik und Bilanzen stützen US-Börsen

Seit Tagen feiern die US-Börsen neue Rekorde. Börsianer setzten auch heute auf weiter steigende Kurse. Das billige Geld der US-Notenbank fließt weiterhin und der Konjunktur geht es wohl besser als gedacht.

Händler an der New York Stock Exchange. Holt die Börse Luft für den nächsten Sprung? Reuters

Händler an der New York Stock Exchange. Holt die Börse Luft für den nächsten Sprung?

New YorkDie US-Börsen setzen ihre Rally auch zum Wochenschluss fort. Der Mix aus zumeist starken Bilanzzahlen der Firmen, dem Anleihen-Kaufprogramm der US-Notenbank, den Zinsen nahe null und freundlichen Konjunkturdaten stützte den Markt. Händlern zufolge schichten Anleger allerdings mehr und mehr von eher defensiven Werten wie Energieversorgern in Aktien von Technologiefirmen um. Dies half vor allem der Nasdaq. Allein die Google -Aktie stieg am Freitag um ein Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte zum Handelsschluss 0,2 Prozent zu auf 15.118 Punkte. Im Verlauf pendelte der Leitindex 15.038 und 15.118 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 lag 0,4 Prozent im Plus bei 1633 Zählern. Der Index der technologielastigen Nasdaq gewann 0,8 Prozent auf 3436 Stellen. Auf Wochensicht ergab sich für den Dow ein Aufschlag von einem Prozent, für den S&P von 1,2 Prozent und für die Nasdaq von 1,7 Prozent. Es war die dritte Woche in Folge, die die US-Börsen mit Gewinnen beendeten. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex 0,2 Prozent fester mit 8278 Punkten.

Da große Indizes wie der S&P-500 und der Dow auf Rekordhöhen stehen, mahnen manche Anleger seit Tagen zur Vorsicht. Bislang allerdings gab es keine größeren Rückschläge und viele Händler setzen auf weiter steigende Kurse. Dazu tragen auch die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten bei. So war am Donnerstag die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf den tiefsten Stand seit fast fünfeinhalb Jahren gesunken.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

Auch die Quartalszahlen der Unternehmen sind überwiegend ermutigend. Bislang haben 89 Prozent der Firmen aus dem S&P-500 ihre Bilanz vorgelegt. Dabei übertrafen 66,7 Prozent der Firmen die Gewinn-Erwartungen. Der langjährige Durchschnitt liegt bei nur 63 Prozent. Beim Umsatz hingegen haben bislang lediglich 46,4 Prozent der Unternehmen besser abgeschnitten als gedacht. Hier liegt der Durchschnitt bei 62 Prozent.

Aktien von Boeing gaben am Freitag 0,4 Prozent nach. Der Airbus-Rivale hat nach den Batterie-Problemen seiner 787-Dreamliner die Produktion umgestellt, wodurch mehr Maschinen als bislang erwartet ausgeliefert werden könnten.

Dell-Papiere stiegen um ein Prozent. Um den PC-Hersteller bahnt sich ein Bieter-Wettkampf an. Auch die beiden Dell-Großaktionäre Carl Icahn und Southeastern haben dem Dell-Vorstand ein Angebot für das Unternehmen vorgelegt. Bislang gab es lediglich eine Offerte des Firmengründers Michael Dell im Volumen von rund 24 Milliarden Dollar.

Nvidia -Aktien stiegen um 4,5 Prozent. Der Hersteller von Grafik-Chips für Computer hatte zuvor einen unerwartet deutlichen Gewinnzuwachs ausgewiesen.

Um 49 Prozent abwärts ging es mit den Aktien von Pain Therapeutics wegen der unsicheren Zukunft seines Schmerzmedikaments Remoxy. Pains Marketingpartner bei Remoxy, Pfizer, hatte zuvor erklärt, es sei noch keineswegs klar, ob Pfizer den weiteren Weg für die Zulassung des Mittels mitgehe. In der vergangenen Woche waren Pain-Aktien um mehr als 40 Prozent gestiegen, nachdem Pfizer erklärt hatte, mit den Zulassungsbehörden in Gesprächen über Remoxy zu sein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 630 Millionen Aktien den Besitzer. 1884 Werte legten zu, 1090 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,68 Milliarden Aktien 1655 im Plus, 835 im Minus und 96 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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dazu_kann_man_nur_sagen

11.05.2013, 21:06 Uhr

Die Steuern und Abgaben müssen runter auf eine max. Staatsquote von 30%. Durch Deckelung der Personalkosten für Staatsbedienstete auf 100 Mia EUR können wir 60 Mia EUR einsparen. Davon investieren wir 30 Mia für Steuersenkungen und 30 Mia für den Schuldenabbau. Erst dann lohnt es sich wieder zu arbeiten in dieser Beamtendiktatur BRD !

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