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09.10.2014

23:29 Uhr

Börse New York

Konjunkturängste belasten Wall Street

In den USA blicken die Investoren mit zunehmender Sorge auf die deutsche Wirtschaft. Das lange Zeit als Konjunkturlokomotive der Euro-Zone geltende Land zeigte erste Schwächen. Die US-Börsen rutschen ins Minus.

Ernste Mienen in New York: Die US-Börsen geben am Donnerstag nach. AFP

Ernste Mienen in New York: Die US-Börsen geben am Donnerstag nach.

New YorkAn den US-Börsen hat die Sorge über eine Abkühlung der Weltwirtschaft die Aktienkurse auf breiter Font ins Minus gezogen. Auch die jüngsten Konjunkturdaten aus Deutschland lasteten auf der Stimmung. „Die europäischen Volkswirtschaften schwächeln weiter“, sagte Bill Lynch von Hinsdale Associates. „Das führt auch zu einer gewissen Nervosität, wie sich die Unternehmenszahlen entwickeln.“ In den USA hatte am Vorabend die Bilanzsaison begonnen.

Alle drei großen Indizes schlossen etwa zwei Prozent im Minus: Der Dow-Jones-Index bei 16.659 Punkten, der breiter gefasste S&P-500 mit 1928 Zählern und die Technologiebörse Nasdaq bei 4378 Punkten. Im Verlauf pendelte der Dow zwischen 16.649 und 16.989 Punkten. In Frankfurt war der Dax mit 9005 Punkten und damit einem Plus von etwas mehr als 0,1 Prozent aus dem Handel gegangen.

Noch am Mittwoch hatten die Protokolle der jüngsten Ratssitzung der US-Notenbank die Kauflust in New York angeregt. Aus ihnen leiteten einige Anleger den Hinweis auf eine Verschiebung der geplanten Zinswende ab. Dies sei aber eine Über-Interpretation, betonte ein Börsianer am Donnerstag. Angesichts der in der Vorwoche vorgelegten US-Arbeitsmarktdaten werde die Fed voraussichtlich wie allgemein erwartet die Zinsen Mitte 2015 anheben. Am Donnerstag war die Wirkung der Fed-Zahlen komplett verpufft.

Bei den Einzelwerten lagen die Aktien in mehreren Marktsegmenten deutlich im Minus. Alcoa konnte seine überraschend starken Quartalsergebnisse nicht in Kursgewinne ummünzen. Die Titel des Alu-Herstellers fielen um 4,2 Prozent. Dem Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) bekam wiederum ein Chefwechsel nicht. Die Aktie verlor mehr als zehn Prozent.

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Auch PepsiCo-Titel konnten sich trotz eines Plus im frühen Handel nicht dem Sog entziehen und rutschten bis zum Schluss auf etwa Minus 0,4 Prozent ab. Dank eines florierenden Geschäfts mit Knabberartikeln hatte der Getränkekonzern seine Gesamtjahresziele angehoben.

Für Apple ging es allerdings gegen den Trend nach oben und zwar um 0,2 Prozent. Der US-Investor Carl Icahn drängt den iPhone-Hersteller, etwa drei Viertel der Barreserven von 133 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe zu nutzen.

Bei den US-Staatsanleihen war der Handel von Gewinnmitnahmen geprägt. Die zehnjährigen Papiere fielen um 2/32 auf 100-10/32. Sie rentierten mit 2,33 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 5/32 auf 101-2/32 und hatten eine Rendite von 3,07 Prozent.

Von

rtr

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