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04.01.2012

01:02 Uhr

Börse New York

Konjunkturausblick lässt US-Börsianer frohlocken

Angefacht durch positive Konjunkturdaten haben die US-Börsen 2012 mit deutlichen Zuwächsen eröffnet. Zweifel gab es jedoch am Groupon-Geschäftsmodell - die Aktie verliert.

Ein Händler an der Börse in New York. dpa

Ein Händler an der Börse in New York.

New YorkAnleger hofften auf eine US-Konjunktur unter Volldampf und griffen am ersten Handelstag des Jahres besonders bei Finanzwerten beherzt zu. „Die entscheidende Nachricht ist, dass aus Europa keine Schreckensmeldungen kommen und sich die Investoren auf die verbesserte Wirtschaft und die Konjunkturdaten konzentrieren können“, sagte Jake Dollarhide von Longbow Asset Management. „Alle sind sehr optimistisch, dass 2012 ein wichtiges Jahr für die Erholung der Wirtschaft und den Aktienmarkt werden wird.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 12.397 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Handelsbarometer zwischen 12.221 und 12.479 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1277 Zählern, ein Plus von 1,6 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,7 Prozent auf 2648 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 6166 Punkten.

Die US-Industrie legte im Dezember überraschend deutlich zu. Der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg auf 53,9 von 52,7 Punkten im Vormonat. Dies ist der höchste Wert seit Juni. Experten hatten im Schnitt mit 53,2 Punkten gerechnet. Ab Werten von 50 Punkten wird Wachstum signalisiert.

Auch am Bau geht es aufwärts: Die Ausgaben in der Sparte stiegen überraschend kräftig. Zudem stimmten deutsche Arbeitsmarkt- und chinesische Konjunkturdaten Händler zuversichtlich über die Aussichten für die Weltwirtschaft. Der Markt hielt seine Gewinne auch, nachdem bekanntwurde, dass in der letzten Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses mehrere Notenbanker eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die wirtschaftlichen Bedingungen für gerechtfertigt hielten.

Bei den Einzelwerten waren Papiere von Finanzhäusern stark gefragt. So gewann etwa die Aktie von Citigroup 7,7 Prozent. Morgan Stanley wurde 6,3 Prozent höher gehandelt, der Versicherer AIG 3,8 Prozent. Einen Sprung um 7,4 Prozent machten Aktien des US-Chipherstellers Micron Technology. Die „DigiTimes“ hatte berichtet, die japanische Regierung vermittle einen Zusammenschluss des Konkurrenten Elpida Memory mit Toshiba. Anleger erhofften sich von einer Konsolidierung in der hart umkämpften Branche die Möglichkeit für die verbleibenden Konzerne, höhere Preise durchzusetzen.

Auch Aktien des Post-it-Herstellers 3M waren gefragt und legten 2,2 Prozent zu. Das Unternehmen hatte erklärt, die Büromaterial-Sparte von Avery Dennison für 550 Millionen Dollar zu übernehmen. Zweifel am Geschäftsmodell sorgten für einen Kursrutsch beim Internet-Rabattportal Groupon. Das Papier verlor 6,6 Prozent. In einer Befragung hatten sich knapp 400 Händler zurückhaltend zu ihren Plänen für Rabatt-Angebote bei dem Portal geäußert. An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 2329 Werte legten zu, 696 gaben nach und 81 blieben unverändert.

An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,66 Milliarden Aktien 1909 im Plus, 679 im Minus und 72 unverändert.

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