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05.10.2011

22:59 Uhr

Börse New York

Konjunkturdaten schieben Wall Street an

Die Wall Street schließt am Mittwoch im Plus. Den Handelstag bestimmt ein Optimismus, der sich auf gute Arbeitsmarktdaten und positive Konjunkturdaten gründet. Technologiewerte legen zu.

Die Händler in New York warten auf positive Signale aus der Politik. dapd

Die Händler in New York warten auf positive Signale aus der Politik.

New YorkDer New Yorker Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Kursgewinnen geschlossen. Positive Konjunkturdaten und Hoffnungen auf Hilfen für den angeschlagenen europäischen Bankensektor haben der Wall Street Auftrieb gegeben. Die Rufe des Internationalen Währungsfonds nach Kapitalspritzen für Europas Banken stoßen in der Politik angesichts der kritischen Lage an den Märkten nicht mehr auf taube Ohren. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso grundsätzlich offen für eine Stützung der Institute.

An der Wall Street gewannen nach positiven Daten etwa vom Arbeitsmarkt vor allem Rohstoff,- Energie- und Industriewerte, deren Geschäft unmittelbar an die Konjunkturentwicklung gekoppelt ist. Schnäppchenjäger griffen bei Technologiewerten zu.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 10.939 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 10.738 und 10.950 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1144 Punkten, ein Plus von 1,8 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,3 Prozent und ging mit 2460 Punkten aus dem Handel. In Deutschland ging der Dax mit einem Plus 4,9 Prozent bei 5473 Punkten aus dem Handel.

Im September sind trotz der andauernden Misere auf dem Jobmarkt laut Datenanbieter ADP immerhin 91.000 neue Arbeitsplätze in der US-Privatwirtschaft entstanden. Dies waren 16.000 mehr als erwartet. Die ADP-Daten werden als Indikator für die für Freitag erwarteten offiziellen Zahlen des Arbeitsministeriums gewertet. Zudem stieg der US-Index des Institute for Supply Management für das nicht-verarbeitende Gewerbe im September etwas mehr als erwartet.

Positive Nachrichten aus Europa gaben dem Markt zudem Auftrieb. Die Finanzminister der Eurozone hatten die Kapitalisierung von Banken erneut auf die Tagesordnung ihrer Beratungen in Luxemburg am Dienstag gehoben und neue Absicherungsmaßnahmen in Aussicht gestellt. „Die Märkte sind ein wenig zuversichtlicher, dass die Politik die Probleme ernsthaft angeht“, sagte Richard Batty, Analyst bei Standard Life Investments. Allerdings bleibe er skeptisch, solange es keine verbindliche Road-Map gebe.

Nach Übernahmegerüchten kamen die Aktienkurse von Yahoo und Microsoft in Bewegung: Obwohl keine Seite bestätigte, dass Microsoft ein Angebot für den angeschlagenen Internetkonzern Yahoo vorlegen will, stieg die Yahoo-Aktie kräftig. An der New Yorker Nasdaq schnellte der Kurs in kurzer Zeit um mehr als 10 Prozent in die Höhe, sie schlossen bei zehn Prozent im Plus bei 15,92 Dollar. Microsoft -Papiere büßten einen Teil ihrer Gewinne ein und schlossen 2,2 Prozent im Plus bei 25,89 Dollar.

Nach Tagen des Ausverkaufs hatten Schnäppchenjäger Technologiewerte wie Dell und Hewlett-Packard auf den Einkaufszetteln, die 5,9 beziehungsweise 3,6 Prozent zulegten. Der Blackberry-Hersteller Research in Motion gewann nach Übernahmegerüchten zwölf Prozent. Am Vortag war das Papier erstmals seit fast sechs Jahren unter 20 Dollar gefallen.

Auch der Unterhaltungskonzern Walt Disney konnte zulegen. Nach einer Kaufempfehlung durch die Citigroup gewann der Wert 5,5 Prozent. Papiere des Dünger- und Saatgutherstellers Monsanto waren ebenfalls gefragt. Der Bayer-Konkurrent hatte im abgelaufenen Quartal weniger Verluste als erwartet verbucht und seinen Umsatz kräftig gesteigert. Die Aktie gewann 5,2 Prozent.

Der Euro profitierte wie der Aktienmarkt von der steigenden Risikobereitschaft der Anleger und lag im New York zuletzt bei 1,3350 US-Dollar. Am Morgen war er im asiatischen Handel noch bis auf 1,3262 Dollar gefallen.

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