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29.04.2016

22:58 Uhr

Börse New York

Konjunkturdaten setzen Wall Street unter Druck

Auch am Freitag bleibt die Stimmung bedröppelt. Weiterhin unklar ist, wann die Fed den nächsten Zinsschritt wagt. Konjunkturdaten zu Rate ziehen war heute keine Lösung, denn die fielen schwach aus.

Die New Yorker Kurse gaben am Freitag weiter nach. Reuters

"Er will vielleicht kaufen, ich nicht"

Die New Yorker Kurse gaben am Freitag weiter nach.

New York Schwache Konjunkturdaten haben den US-Börsen zum Wochenschluss Verluste eingebrockt. Die Amerikaner gaben im März nur 0,1 Prozent mehr aus als im Vormonat, was unter den Erwartungen lag. Zwar stiegen die Einkommen stärker als zuletzt, doch legten die Verbraucher mehr Geld beiseite, anstatt durch Konsum die Wirtschaft anzukurbeln. Zudem setzten Nachwehen der Notenbank-Entscheidungen in den USA und Japan den Aktienmärkten den zweiten Tag in Folge zu. Zu den Lichtblicken gehörten Amazon, deren Papiere nach einem unerwartet hohen Quartalsgewinn zehn Prozent zulegten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 0,3 Prozent auf 17.774 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,5 Prozent auf 2065 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,6 Prozent tiefer bei 4775 Stellen. In Frankfurt hatte der Dax 2,7 Prozent auf 10.038 Punkte verloren.

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Bei Amazon zahlt sich der kostspielige Expansionskurs immer mehr aus. Der weltgrößte Online-Händler verdiente im ersten Quartal mit 513 Millionen Dollar fast doppelt so viel wie von Experten erwartet.

Aktien von Linkedin stiegen um 1,8 Prozent. Ein Umsatzsprung zu Beginn des Jahres stimmt das Online-Karrierenetzwerk optimistisch.

Apple -Papiere gaben nach dem Ausstieg des Investors Carl Icahn weitere 1,14 Prozent nach. Insgesamt haben die Aktien in dieser Woche damit rund elf Prozent an Wert verloren - was auch an den Geschäftszahlen lag, die nicht so gut wie erwartet ausgefallen waren.

Am meisten lastete der Kursrutsch bei Gilead auf S&P und Nasdaq. Der anhaltende Preisdruck in der Branche brockte dem Pharmakonzern einen Gewinneinbruch von knapp einem Fünftel ein - deutlich mehr als erwartet. Gilead-Aktien sackten um knapp acht Prozent ab.

Chevron verloren 0,21 Prozent. Wegen des immer noch niedrigen Ölpreises rutschte der Konzern in die roten Zahlen. Exxon schlug sich dagegen besser und machte noch einen Gewinn von 1,8 Milliarden Dollar. Das waren allerdings 63 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Exxon-Aktien legten 0,48 Prozent zu.

Insgesamt erwarten Analysten eine durchwachsene Berichtssaison. Nach Reuters-Daten gehen sie davon aus, dass die Gewinne der 500 im S&P-500 gelisteten Firmen im ersten Quartal im Schnitt um 5,7 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen wird. Von den 311 Konzernen, die ihre Zahlen schon veröffentlicht haben, lagen beim Umsatz 57 Prozent über den Erwartungen. Im langjährigen Schnitt sind es 60 Prozent.

Von

rtr

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