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05.03.2014

23:37 Uhr

Börse New York

Krim-Krise verunsichert die Anleger

Mit schlechten Konjunkturdaten kamen die US-Börsen am Mittwoch zurecht, die Lage auf der Krim veranlasst die Anleger jedoch zu Zurückhaltung. Daran konnten auch gute Nachrichten der Notenbank nichts ändern.

Gespannt warten Börsianer auf die neuen Arbeitsmarktdaten. ap

Gespannt warten Börsianer auf die neuen Arbeitsmarktdaten.

New YorkDie Wall Street hat am Mittwoch keine klare Richtung gefunden. Auf der Stimmung der Anleger lasteten schwächer als erwartet ausgefallene Daten vom Arbeitsmarkt, während das Beige Book der US-Notenbank eine - wenn auch gebremste - Lagebesserung andeutet. Für Unsicherheit sorgte weiterhin die angespannte Lage auf der Krim-Halbinsel.

“Ich denke, dass die Ukraine definitiv auf dem Radar des Marktes ist und natürlich noch immer die Schlagzeilen beherrscht”, sagte Jeffrey Kleintop, Chef-Marktstratege von LPL Financial LLC in Boston. “Die Märkte geben allen schwachen Konjunkturdaten wegen des Wetters eine Freikarte. Das könnte bei den Zahlen bis Ende Februar so weitergehen. Die Aktien ignorieren schlechte Daten und legen bei guten Daten eine Rally hin.”

Wie der Wall Street-Handel lief

Video: Wie der Wall Street-Handel lief

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Die Beschäftigung im Privatsektor der USA war im Februar um 139.000 gestiegen, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilte. Von Bloomberg News befragte Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem stärkeren Zuwachs um 155.000 Stellen gerechnet. Die Daten geben einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht, der am Freitag ansteht.

In ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht erklärte die US-Notenbank, dass die Wirtschaft in den meisten Landesteilen weiter gewachsen ist - auch wenn das harte Winterwetter den Stellenaufbau behinderte, Lieferketten unterbrach und Kunden von Läden und Autohäusern fernhielt. Acht der zwölf Fed-Distrikte hätten verhaltene bis moderate Zuwächse verzeichnet, hieß es in dem Beige Book. Die wirtschaftliche Aktivität in den Distrikten New York und Philadelphia sei jedoch gesunken.

Der Dow-Jones-Index ging mit 16.360,18 Zählern 0,2 Prozent leichter aus dem Handel. Der breiter angelegte Standard & Poor's 500 schloss mit 1873,81 Punkten kaum verändert, während die Technologiebörse Nasdaq um 0,1 Prozent zulegte.

Die Aktie von Smith & Wesson Holding Corp. schoss um 16,4 Prozent in die Höhe, nachdem der Hersteller von Handfeuerwaffen seine Gewinnprognose erhöht hatte. Eine angehobene Quartalsdividende bei GameStop Corp. honorierten die Anleger mit einem Kursaufschlag von rund 3,8 Prozent.

Die Anteile von General Motors Inc. rückten 1,6 Prozent vor. Der Absatz des Autoherstellers in China war im vergangenen Monat um 20 Prozent gestiegen. Besonders der Wuling-Mikrovan war gefragt, wie der Detroiter Konzern mitteilte.

Honeywell International Inc. legten bis zu 1,3 Prozent zu, gingen aber nur mit einem Plus von 0,1 Prozent aus dem Handel. Der Mischkonzern will die Ausgabe für Zukäufe in den nächsten fünf Jahren mehr als verdoppeln - auf 10 Mrd. Dollar oder mehr. Damit soll das Umsatzwachstum angekurbelt werden.

Dagegen verloren Exxon Mobil Corp. 2,8 Prozent und bremsten den Dow aus. Das Geschäft in Russland könnte durch US-Sanktionen gegen Russland gefährdet sein.

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