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13.04.2017

00:54 Uhr

Börse New York

Kriselnde Weltlage belastet die Wall Street

Nichts Neues aus New York. Der Terminkalender ist leer, der Schwung gibt sich erst gar nicht die Ehre. Zur Wochenmitte notieren die US-Börsen im Minus. Und im Hintergrund lauern die geopolitischen Risiken.

Wie der Wall Street-Handel lief

US-Berichtssaison steht in den Startlöchern

Wie der Wall Street-Handel lief: US-Berichtssaison steht in den Startlöchern

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New YorkDie geopolitische Lage und Unsicherheit über die bevorstehenden Firmenbilanzen haben auf die Stimmung an der Wall Street gedrückt. Wie in den vergangenen Tagen machten sich Investoren wegen der amerikanisch-russischen Spannungen Sorgen. Zudem gibt es mit Nordkorea einen weiteren Konfliktherd. Zuletzt forderte der chinesische Präsident Xi Jinping von seinem US-Kollegen Donald Trump, den Konflikt friedlich beizulegen. In Moskau bekam US-Außenminister Rex Tillerson bei seinem Besuch einen frostigen Empfang. Auch nach Treffen mit seinem Kollegen Sergej Lawrow und Präsident Wladimir Putin wurde deutlich, dass die Differenzen nach wie groß sind.

Angesichts der Unsicherheit kletterte der Goldpreis auf den höchsten Stand seit November. Auch der Volatilitätsindex VIX - der als Angstbarometer der Wall Street gilt - zog deutlich an.

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Der Dow-Jones-Index mit den 30 Standardwerten fiel um 0,3 Prozent auf 20.591 Punkte, während der S&P 500 um 0,4 Prozent auf 2344 Stellen nachgab. Beim Nasdaq-Index betrug das Minus 0,5 Prozent auf 5836 Zähler. In Frankfurt war der Dax dagegen mit einem Gewinn von 0,1 Prozent auf 12.154 Punkte aus dem Handel gegangen.

Die nächsten wichtigen Impulse dürften von Konzernbilanzen kommen: Am Donnerstag legen mit JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo gleich drei Schwergewichte der Finanzbranche ihre Zahlen vor. Am Mittwoch zweifelten Investoren erneut, ob die jüngste Rally gerechtfertigt war. Der S&P-Unterindex für die Bankenbranche gab um 0,9 Prozent nach.

Einen Kurssprung von 16 Prozent gab es für das kanadische High-Tech-Unternehmen Blackberry, das bis heute für seine wegweisenden Smartphones bekannt ist. Die Firma bekam in einem Streit über Lizenzgebühren mit dem US-Chiphersteller Qualcomm von einem Schiedsgericht mehr als 800 Millionen Dollar zugesprochen. Qualcomm-Papiere gaben um 3,5 Prozent nach.

Aktien der Fluggesellschaft Delta gewannen 0,5 Prozent. Das Unternehmen schrieb im abgelaufenen Quartal einen höheren Gewinn als erwartet.

Die in New York notierten Papiere von BHP Billiton verloren hingegen 4,7 Prozent. Der weltgrößte Bergbaukonzern lehnt die Umbauvorschläge seines Großaktionärs Elliott ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 766 Millionen Aktien den Besitzer. 924 Werte legten zu, 1993 gaben nach und 156 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Milliarden Aktien 872 Werte im Plus, 1945 im Minus und 214 unverändert.

Die US-Staatsanleihen wurden im späten Handel von US-Präsident Donald Trumps Aussage getrieben, ihm gefalle eine Niedrigzinspolitik. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 14/32 auf 99-29/32. Sie rentierten mit 2,26 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 15/32 auf 101-28/32 und hatten eine Rendite von 2,9 Prozent.

Von

rtr

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