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25.05.2012

22:33 Uhr

Börse New York

Krisen-Angst lähmt Wall Street

Auch die beste Kauflaune der US-Konsumenten seit Jahren half nicht. Die Händler in New York konzentrieren sich auf die drohende Eskalation der Schuldenkrise in der Euro-Zone. Der Dow tauchte vor Handelsschluss nochmals.

Ein Broker an der New Yorker Wall Street. AFP

Ein Broker an der New Yorker Wall Street.

New YorkDie Furcht vor einer Verschärfung der Schuldenkrise in der Euro-Zone hat die US-Börsen auch zum Wochenausklang belastet. Vor allem die anhaltenden Spekulationen über die Zukunft Griechenlands belasteten den Markt, sagten Händler. Dazu trug auch der belgische Vize-Regierungschefs Didier Reynders bei, der warnte, es wäre ein schwerer Fehler, wenn sich Notenbanken und Unternehmen nicht auf einen Austritts des Landes aus der Euro-Zone vorbereiten würden. Gute Konjunkturdaten gerieten dabei in den Hintergrund.

Lediglich Spekulationen über neue Hilfen der Europäischen Zentralbank machten den Anlegern etwas Mut. Das französische Geldhaus Credit Agricole mutmaßte, die EZB könnte bei ihrer nächsten Zinssitzung am 6. Juni zusätzliche Notfinanzierungen für die Banken auf den Weg bringen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer mit 12.454 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.421 und 12.533 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,2 Prozent auf 1317 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,1 Prozent nach auf 2837 Stellen. Der Umsatz war vor dem US-Feiertag Memorial Day am Montag äußerst gering. Auf Wochensicht ergab sich damit für den Dow noch ein Plus von 0,7 Prozent, für den S&P von 1,7 und für die Nasdaq von 2,1 Prozent. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 6339 Punkten aus dem Handel.

Für Verunsicherung in der Euro-Krise sorgte der Hilferuf der spanischen Region Katalonien, die die Regierung in Madrid um finanzielle Unterstützung bat. Danach gaben die Börsen in Europa ihre leichten Gewinne wieder ab. "Unsere Wirtschaft kann sich nicht erholen, wenn wir unsere Rechnungen nicht begleichen können", sagte der katalonische Präsident Artur Mas. Katalonien - die reichste Region Spaniens - muss 2012 mehr als 13 Milliarden Euro umschulden. Die 17 hoch verschuldeten Regionen Spaniens stehen im Zentrum der Euro-Krise. Investoren befürchten, dass die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone unter den Rettungsschirm von EU und IWF flüchten muss.

Der Anstieg des Verbrauchervertrauens auf den höchsten Stand seit Oktober 2007 wirkte sich kaum auf die Kurse aus.

Zu den größten Gewinnern des Tages zählten Energietitel - so legten Chesapeake -Aktien 1,5 Prozent zu, weil das Unternehmen den Verkauf von Vermögenswerten ankündigte.

Unter Druck stand erneut die Facebook -Aktie. Sie gab 3,4 Prozent auf knapp 32 Dollar nach, nachdem sie sich zuletzt etwas von den Folgen des verpatzten Börsendebüts erholt hatte.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,59 Milliarden Aktien den Besitzer. 1539 Werte legten zu, 1424 gaben nach und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,28 Milliarden Aktien 1238 im Plus, 1231 im Minus und 133 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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nanoflo

26.05.2012, 08:48 Uhr

Als hätten die "Amis" nicht selbst genügend Probleme! Und vor allem Schulden.
LOL
Aber ist klar, lieber en bissl ablenken als an die eigenen Probleme denken müssen.

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