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14.06.2016

00:44 Uhr

Börse New York

Kurseinbruch von Microsoft belastet die Wall Street

Die Wall Street ist mit Kursverlusten in die neue Handelswoche gestartet. Neben dem Brexit war die geplante Übernahme von LinkedIn durch Microsoft das Thema auf dem Börsenparkett.

Händler an der New Yorker Stock Exchange. AP

Bewegung auf dem Parkett

Händler an der New Yorker Stock Exchange.

New YorkDie Wall Street ist mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Vor allem ein Kursrutsch bei Microsoft nach Ankündigung der Milliarden-Übernahme von LinkedIn belastete die großen Indizes. Zudem hielten sich viele Investoren zwei Tage vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zurück. Zwar wird keine Zinserhöhung erwartet, aber Anleger erhoffen sich Hinweise auf den anvisierten Zeitpunkt. Für Verunsicherung sorgte auch das nahende Referendum über die britische EU-Mitgliedschaft. "Es herrscht Nervosität angesichts der Brexit-Abstimmung", sagte John Brady vom Handelshaus R.J. Brien & Associates.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 0,74 Prozent auf 17.732 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,8 Prozent auf 2079 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,9 Prozent auf 4848 Stellen. Damit gaben die US-Börsen den dritten Handelstag in Folge nach. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Abschlag von 1,8 Prozent bei 9657 Punkten.

Microsoft will das Online-Karrierenetzwerk LinkedIn für 26,2 Milliarden Dollar oder 196 Dollar je Aktie übernehmen. LinkedIn-Papiere zogen um 47 Prozent auf 192 Dollar an. Microsoft dagegen sackten bis auf 49,06 Dollar ab und schlossen mit 50,14 Dollar noch 2,6 Prozent im Minus.

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An den Börsen geht es momentan auf und ab – und die Schwankungen dürften sogar noch zunehmen. Ein Absturz ist dennoch nicht zu befürchten. Was die Aktienmärkte belastet – und was sie stützt. Eine Bestandsaufnahme.

Aktien des Waffen-Herstellers Smith & Wesson stiegen um knapp sieben Prozent. Händler erklärten dies damit, dass nach dem Massaker in Florida mit 50 Toten die Debatte über eine Beschränkung von Waffen-Verkäufen an Fahrt gewinnen werde und sich viele Bürger deshalb zuvor verstärkt noch mit Pistolen und Gewehren eindecken dürften.

Unter Druck standen dagegen die Papiere von Banken. Sie würden von höheren Zinsen am meisten profitieren, doch rechnet die Mehrheit der Experten weder für Juni noch für Juli mit einer Zinsanhebung der Fed. Aktien der Bank of America und der Citigroup gaben jeweils 1,7 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,87 Milliarden Aktien den Besitzer. 740 Werte legten zu, 2297 gaben nach und 114 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 721 im Plus, 2128 im Minus und 141 unverändert.

US-Staatsanleihen legten zu. Die zehnjährigen Papiere verbesserten sich um 9/32 auf 100-03/32. Sie rentierten mit 1,614 Prozent. Die 30-Jährigen kletterten um 16/32 auf 101-15/32 und hatten eine Rendite von 2,43 Prozent. Händler sagten, angesichts der Risiken - etwa eines Brexits - suchten Anleger den sicheren Hafen der US-Staatsanleihen.

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rtr

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