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23.02.2011

22:40 Uhr

Börse New York

Libyen und Hewlett-Packard drücken Wall Street

Die Unruhen in Nordafrika belasten die Wall Street. Besonders hart traf es heute den Kurs des Computerkonzerns Hewlett Packard. Nach einer Korrektur der Umsatzprognose schmierte die Aktie deftig ab.

Händler in New York beim Blick auf die Kurstafel. Quelle: dpa

Händler in New York beim Blick auf die Kurstafel.

New York. Belastet vom Kurseinbruch bei Hewlett-Packard (HP) und den Unruhen in Libyen haben die US-Börsen am Mittwoch schwach geschlossen. Aus Unsicherheit über die weitere Entwicklung in dem nordafrikanischen Land und Arabien trennten sich viele Investoren von ihren Aktienbeständen. Sollten die Öllieferungen aus der arabischen Welt noch stärker ins Stocken geraten, sei die Erholung der globalen Konjunktur bedroht, sagten Händler. Angesichts des überkauften Markts hätten auch viele Börsianer Kasse gemacht. Am Dienstag hatte die Wall Street wegen der Eskalation der Gewalt in Libyen die größten Verluste seit einem halben Jahr verbucht.

In New York fiel der Dow-Jones-Index der Standardwerte um 0,9 Prozent auf 12.105 Punkte. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12.063 und 12.221 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 sank 0,6 Prozent auf 1307 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ließ 1,2 Prozent auf 2723 Stellen Federn. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Minus von 1,7 Prozent auf 7194 Zählern.

Die Revolte gegen den libyschen Machthaber Muammar Gaddafibeförderte den Preis für US-Leichtöl WTI auf über 98 Dollar und für Nordseeöl der Sorte Brent auf über 111 Dollar. Beide Ölsorten kosteten damit so viel wie seit Frühherbst 2008 nicht mehr, als die Pleite der US-Traditionsbank Lehman die Weltkonjunktur in ihre tiefste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg stürzte.

Bei den Einzeltiteln waren vor allem Technologie-Aktien von Interesse. Der Computerkonzern Hewlett Packard hatte wegen einer schwachen PC-Nachfrage seine Umsatzprognose für das laufende Jahr zurückgeschraubt. Der Hewlett-Packard-Kurs brach daraufhin knapp zehn Prozent ein.

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