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31.01.2012

23:06 Uhr

Börse New York

Miese Konjunkturdaten belasten Wall Street

Die Gewinne zu Handelsbeginn hatten an den US-Börsen nur kurz Bestand. Im Handelsverlauf sackte der Leitindex Dow Jones um bis zu 0,5 Prozent unter den Vortageswert. Grund: schwache Daten zum Verbrauchervertrauen.

Händler in New York sehnen ein Ende der Schuldenkrise herbei. ap

Händler in New York sehnen ein Ende der Schuldenkrise herbei.

New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag keine klare Richtung gefunden. Eine Reihe von Konjunkturdaten enttäuschte die Börsianer. Zugleich sorgten durchwachsene Quartalsergebnisse für mehr Vorsicht bei den Anlegern.

„Die Bilanzen sind generell nicht so robust wie im vergangenen Jahr“, sagte Nicholas Colas von ConvergEx Group in New York. „Die Ergebnisse sind mit Blick auf die Umsätze etwas mager und das bereitet Sorgen.“ Dagegen stützten die Verabschiedung des europäischen Rettungsschirms ESM und Hoffnungen auf eine Einigung auf einen griechischen Schuldenschnitt die Kurse.

So hat der New Yorker Aktienmarkt am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zuletzt mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 12.632 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.567 und 12.720 Stellen.

Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss etwas schwächer bei 1312 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann dagegen 0,1 Prozent auf 2813 Punkte. Im Januar konnte der Dow-Jones-Index 3,4 Prozent, der S&P-500 4,4 Prozent und die Nasdaq sogar acht Prozent zulegen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 6458 Stellen aus dem Handel.

Das Verbrauchervertrauen in den USA trübte sich im Januar überraschend ein. Der Index fiel auf 61,1 Punkte von revidiert 64,8 Zählern im Dezember. Analysten hatten im Schnitt für Januar mit 68,0 Punkten gerechnet. Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen. Auch der Konjunkturindex der Chicagoer Einkaufsmanager sank im Januar auf 60,2 Punkte. Analysten hatten mit einem Plus von 63 Zählern gerechnet.

Schlechte Nachrichten gab es auch aus dem Immobiliensektor. Die Preise für Einfamilienhäuser in Ballungsgebieten fielen im November stärker als erwartet. Eine Erholung der krisengeschüttelten Branche zeichnet sich nach Ansicht der Analysten nach wie vor nicht ab.

Unterschiedlich aufgenommen wurden die Quartalsergebnisse einiger US-Großkonzerne wie UPS, Exxon oder Pfizer. Die Pharmaunternehmen Pfizer und Eli Lilly übertrafen mit ihren Quartalsergebnissen die Erwartungen der Experten. Für 2012 kürzte Pfizer jedoch seine Gewinn- und Umsatzziele. Eli Lilly bekräftigte, dass das Unternehmen im laufenden Jahr mit niedrigeren Gewinnen rechne. Pfizer-Aktien notierten 0,8 Prozent im Minus, Eli-Lilly-Papiere legten 1,2 Prozent zu.

Quartalergebnisse legten auch der Ölkonzern Exxon Mobil und der Logistikkonzern UPS vor. Exxon-Aktien verloren nach Vorlage der Bilanzdaten zwei Prozent, UPS-Papiere büßten 0,7 Prozent ein.

Apple -Chef Tim Cook fällte die erste wichtige Personalentscheidung seiner Amtszeit und holte den Briten John Browett für den Ausbau des weltweiten Ladennetzes ins Boot. Browett führte bis zuletzt die englische Elektronikmarktkette Dixons und soll die Stelle füllen, die im November durch den Abgang von Ron Johnson vakant wurde. Dieser hatte die erfolgreichen Apple-Stores mit entwickelt. Die Apple-Aktie legte 0,8 Prozent zu.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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Mit dem Ergebnis des Handelstages haben die US-Börsen dennoch den besten Start ins Jahr seit 15 Jahren verbucht. Der Dow Jones und der breiter gefasste S&P-Index beendeten den Januar mit den größten Aufschlägen seit 1997. Der S&P beendete den Januar mit einem Plus von 4,4 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte im Januar um acht Prozent zu. Es war der beste Start ins Jahr für den Nasdaq seit 2001.

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